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	<title>Klimaanpassung Archive &#8211; Thinking Circular</title>
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	<description>Das Multiversum der Kreislaufwirtschaft.</description>
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		<title>Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Resilienz im Wiederaufbau drei Jahre nach der Flut im Ahrtal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eveline Lemke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2024 11:10:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaanpassung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesen Tagen blicken viele Menschen und Institutionen am Jahrestag auf die Flut im Ahrtal 2021 zurück. Im Rahmen des Kooperationsprojektes der Umweltlernschule+, Thinking Circular® und der Kreisvolkshochschule Ahrweiler blickten Stefan Müllers, Technischer Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Ahrweiler und Christian Hofeditz, Leiter der Kreisvolkshochschule Ahrweiler vor allem auf das letzte Jahr zurück. Ihr Fokus waren die eigenen Aktivitäten in der Umweltlernschule+ und die mit der Volkshochschule organisierten Veranstaltungen zu Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Resilienz. Für die Fortschritte, die beim Wiederaufbau im Ahrtal mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gemacht wurden, haben...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thinking-circular.com/de/nachhaltigkeit-klimaanpassung-und-resilienz-im-wiederaufbau-drei-jahre-nach-der-flut-im-ahrtal/">Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Resilienz im Wiederaufbau drei Jahre nach der Flut im Ahrtal</a> erschien zuerst auf <a href="https://thinking-circular.com/de/">Thinking Circular</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Tagen blicken viele Menschen und Institutionen am Jahrestag auf die Flut im Ahrtal 2021 zurück. Im Rahmen des Kooperationsprojektes der Umweltlernschule+, Thinking Circular® und der Kreisvolkshochschule Ahrweiler blickten Stefan Müllers, Technischer Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Ahrweiler und Christian Hofeditz, Leiter der Kreisvolkshochschule Ahrweiler vor allem auf das letzte Jahr zurück. Ihr Fokus waren die eigenen Aktivitäten in der Umweltlernschule+ und die mit der Volkshochschule organisierten Veranstaltungen zu Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Resilienz. Für die Fortschritte, die beim Wiederaufbau im Ahrtal mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gemacht wurden, haben sie sich dann auch die Expertise und den Blick von außen dazugeholt.</p>
<div id="attachment_7527" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7527" class="wp-image-7527 size-medium" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/StS-Hauer-300x264.jpg" alt="Blumen im Vordergrund, ein Stehtisch mit einem aufgeklappten Laptop, ein Mann mit weißem Hemd, Anzug und Brille, eine Hand erhoben vor einer Leinwand." width="300" height="264" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/StS-Hauer-300x264.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/StS-Hauer-1024x900.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/StS-Hauer-768x675.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/StS-Hauer-1536x1349.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/StS-Hauer-2048x1799.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/StS-Hauer-700x615.jpg 700w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/StS-Hauer-1320x1160.jpg 1320w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-7527" class="wp-caption-text">Staatssekretär Michael Hauer, MKUEM</p></div>
<p>Denn insgesamt stellte Stefan Müllers fest, hat sich die Umweltlernschule+ seit der Corona-Pause hervorragend entwickelt. Die personelle Auslastung ist voll gegeben, die Auslastung der Räumlichkeiten gäbe noch mehr her, aber insgesamt sind mit ca. 2500 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die von diesem Bildungsangebot profitieren, die Erwartungen an das Mögliche erfüllt. Christian Hofeditz betonte, dass insbesondere die mit den Klimaschutzmanagern aus dem Landkreis organisierten Fortbildungsveranstaltungen mehr als sehr gut liefen und sogar mehrfach angeboten werden könnten.</p>
<p>Eveline Lemke, ehemalige Wirtschafts- und Klimaschutzministerin des Landes Rheinland-Pfalz, selbst mit ihrem Beratungsunternehmen Thinking Circular® im Landkreis ansässig, hat die Veranstaltung vorbereitet und moderiert. Ihr Herzblut ist eng mit der Einrichtung Umweltlernschule+ verbunden, denn sie durfte damals die Fördermittel der EU für die Einrichtung überbringen. Heute ist sie auch ehrenamtliche Umweltdozentin für die Volkshochschule. Die Reflexion mit ihren Kollegen ist ihr daher ein Herzensanliegen. Ebenso die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft, wie z. B. beim Bodenmanagement.</p>
<h3>Cluster Initiative Boden- und Bauschuttmanagement bietet Lösungen an</h3>
<div id="attachment_7521" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7521" class="wp-image-7521 size-medium" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-M.Becker_EL-300x193.jpg" alt="Links eine Leinwand mit Bild und Text, daneben ein Mann mit den Händen im Rücken verschränkt und eine Frau mit erhobenen Händen." width="300" height="193" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-M.Becker_EL-300x193.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-M.Becker_EL-1024x658.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-M.Becker_EL-768x494.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-M.Becker_EL-1536x987.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-M.Becker_EL-2048x1316.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-M.Becker_EL-700x450.jpg 700w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-M.Becker_EL-1320x848.jpg 1320w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-7521" class="wp-caption-text">Markus Becker, Büro für Ingenieur- und Tiefbau GmbH, Eveline Lemke, Thinking Circular®</p></div>
<p>Hier konnten Lösungsschritte identifiziert werden. Beispielsweise das Problem der Zwischenlagerung von Boden- und Bauschutt, von denen geschätzt noch eine Million Kubikmeter im Ahrtal bautechnisch bewegt werden müssen. Als erstes trug Markus Becker vom Berthold Becker Büro für Ingenieur- und Tiefbau GmbH vor, wie der Sachstand im Boden- und Bauschuttcluster des Landkreises ist. Sein Büro organisiert die Clusterinitiative. In Zukunft sind große Baumaßnahmen wie der Bau vonHochwasserschutzeinrichtungen eine Möglichkeit, die großen Mengen an Bauschutt wieder einzusetzen. Wie kann es also gelingen, diese Massen nicht erst mit dem LKW aus dem Tal herauszufahren, sondern zwischenzulagern? Staatssekretär Michael Hauer aus dem Landesumweltministerium sagte zu, dass nach Vorlage einer Mengenkalkulation für die zu lagernden Mengen konkret über die Einrichtung von Zwischenlagern geredet werden könne. Er war gerne nach Niederzissen in die Umweltlernschule+ gekommen, um mit den Beteiligten über die Weiterentwicklung von Klimaschutzmaßnahmen zu diskutieren. Diese Nachricht nahmen die am Bodenmanagement beteiligten Parteien mit Freude auf und werden sich an die Arbeit machen für geplante Aktivitäten Schätzungen oder genaue Berechnungen zu benötigten Mengen einzuholen.</p>
<p><a href="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/Vortrag-Markus-Becker.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die Präsentation zum Vortrag von Markus Becker finden Sie hier.</a></p>
<h3>Empfehlungen aus dem KAHRS Projekt</h3>
<div id="attachment_7523" style="width: 271px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7523" class="wp-image-7523 " src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Kirschbauer-300x206.jpg" alt="Links ein Mann mit Brille neben einer Leinwand mit einem Bild und Text." width="261" height="179" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Kirschbauer-300x206.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Kirschbauer-1024x703.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Kirschbauer-768x527.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Kirschbauer-1536x1055.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Kirschbauer-2048x1406.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Kirschbauer-700x481.jpg 700w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Kirschbauer-1320x906.jpg 1320w" sizes="(max-width: 261px) 100vw, 261px" /><p id="caption-attachment-7523" class="wp-caption-text">Prof. Dr. Lothar Kirschbauer, Hochschule Koblenz, KAHRS</p></div>
<p>Prof. Dr. Lothar Kirschbauer stellte die Ergebnisse des KAHR-Projektes sowie zehn Empfehlungen daraus vor. Er ging spezifisch auf die Empfehlung ein, mehr Raum für die Ahr zu schaffen und die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken. Zudem empfahl er ganz konkret den Einbau automatischer Flutschotts, druckwassersichere Wanddurchführungen zu legen und Hausanschlüsse immer über dem Hochwasserniveau zu installieren.</p>
<p><a href="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/Vortrag_Kirschbauer.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die Präsentation zum Vortrag von Prof. Dr. Lothar Kirschbauer finden Sie hier.</a></p>
<h3></h3>
<h3>Politik(en) und Ökonomie(en) mit Zukunft</h3>
<p>Prof. Reinhard Loske stellt seine Theorie zu Ökonomie(n) mit Zukunft vor. Als ehemaliger Umweltsenator des Landes Bremen, Bundestagsmitglied und Präsident der Cusanus-Hochschule Koblenz liegt ihm die Übertragung von theoretischem Wissen in praktische Aktivitäten am Herzen. Seine Erkenntnisse zum Gewinn durch Kooperation und guter Kommunikation wurde durch die Anwesenden bestätigt.</p>
<div id="attachment_7525" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7525" class="wp-image-7525 size-medium" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Loske-300x189.jpg" alt="Hinter Blumen ein Stehtisch, dahinter ein Mann mit erhobenen Händen vor einer Leinwand." width="300" height="189" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Loske-300x189.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Loske-1024x644.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Loske-768x483.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Loske-1536x966.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Loske-2048x1289.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Loske-700x440.jpg 700w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/6.7.24-Prof.-Loske-1320x830.jpg 1320w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-7525" class="wp-caption-text">Prof. Dr. Reinhard Loske, Nachhaltigkeitswissenschaftler und Autor</p></div>
<p><a href="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2024/07/Reinhard-Loske-Praesentation-Juli-2024.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die Präsentation zum Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Loske finden Sie hier.</a></p>
<p>Für das Netzwerk der Umweltlehrenden der Veranstaltung war am Ende der Tagesveranstaltung klar: Der Fülle an Aufgaben und der hohen Fluktuation an Personen, die im Ahrtal arbeiten und leben, können nur alle gemeinsam und nur mit SolidAHRität entgegentreten und weiter Bildungsangebote liefern, welche hier passgenau helfen können. Genau darauf, dies weiter voranzutreiben, haben sich die Teilnehmenden dann auch wieder verabredet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thinking-circular.com/de/nachhaltigkeit-klimaanpassung-und-resilienz-im-wiederaufbau-drei-jahre-nach-der-flut-im-ahrtal/">Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Resilienz im Wiederaufbau drei Jahre nach der Flut im Ahrtal</a> erschien zuerst auf <a href="https://thinking-circular.com/de/">Thinking Circular</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwei Jahre nach der Flut – eine nüchterne Betrachtung</title>
		<link>https://thinking-circular.com/de/zwei-jahre-nach-der-flut-eine-nuechterne-betrachtung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eveline Lemke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2023 12:26:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[#Ahrtal]]></category>
		<category><![CDATA[#Flut 2021]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaanpassung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftliche Lehren und Aufarbeitung der Folgen des Hochwassers im Ahrtal 2021 Am vergangenen Samstag, den 1. Juli 2023 hat Thinking Circular® zusammen mit der Volkshochschule Ahrweiler als Veranstalter in der Umweltlernschule des Landkreises Ahrweiler mit Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und Betroffenen aus der Region Bilanz gezogen. Die Frage, welche Veränderungen sich im Ahrtal in Richtung Klimaschutz und -anpassung zeigen, vor allem für zukünftige Hochwasserereignisse, klang ernüchternd und zugleich hoffnungsfroh. Denn es gab auch Lichtblicke, wegweisende Entscheidungen und viel Aufmerksamkeit für die Fragen, was nun zu tun ist. Der umfangreiche Hintergrund...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thinking-circular.com/de/zwei-jahre-nach-der-flut-eine-nuechterne-betrachtung/">Zwei Jahre nach der Flut – eine nüchterne Betrachtung</a> erschien zuerst auf <a href="https://thinking-circular.com/de/">Thinking Circular</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Wissenschaftliche Lehren und Aufarbeitung der Folgen des Hochwassers im Ahrtal 2021</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Am vergangenen Samstag, den 1. Juli 2023 hat Thinking Circular® zusammen mit der Volkshochschule Ahrweiler als Veranstalter in der Umweltlernschule des Landkreises Ahrweiler mit Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und Betroffenen aus der Region Bilanz gezogen. Die Frage, welche Veränderungen sich im Ahrtal in Richtung Klimaschutz und -anpassung zeigen, vor allem für zukünftige Hochwasserereignisse, klang ernüchternd und zugleich hoffnungsfroh. Denn es gab auch Lichtblicke, wegweisende Entscheidungen und viel Aufmerksamkeit für die Fragen, was nun zu tun ist. Der umfangreiche Hintergrund seitens der Wissenschaft steht Ihnen zum Download zur Verfügung. Erfahren Sie hier, worauf der gemeinsame Blick sich richtete:</p>
<p style="font-weight: 400;">Christian Hofeditz, Leiter der Volkshochschule Ahrweiler konnte führende Wissenschaftler*innen begrüßen, um vier Themenkomplexe zur Diskussion zu stellen, die von Eveline Lemke (Thinking Circular®) moderiert wurden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Kommunikation in Katastrophen; Entwicklungen im Zeitvergleich</strong></h3>
<div id="attachment_6373" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6373" class="size-medium wp-image-6373" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Kahle-300x233.jpg" alt="" width="300" height="233" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Kahle-300x233.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Kahle-1024x797.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Kahle-768x597.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Kahle-1536x1195.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Kahle-2048x1593.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Kahle-700x545.jpg 700w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-6373" class="wp-caption-text">Eveline Lemke, Michael Kahle, Uni Freiburg</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Michael Kahle forscht zur Kommunikation von Umweltereignissen am Institut für</p>
<p style="font-weight: 400;">Physische Geografie der Universität Freiburg.</p>
<p style="font-weight: 400;">Er dokumentiert dabei über eine Klimarekonstruktion von Extremwetterereignissen die Medienresonanz und wendet Instrumente der „Systems Innovation“ an und nutzt Mapping als Methode, schnelle prägnante Einsichten in umfängliche Datenlagen zu bringen. Hierbei wird es möglich, mehrere Forschungsperspektiven im Blick zu halten. Dabei fiel sein Blick auch auf die Hochwasserereignisse aus den Jahren 1804 und 1910, welche eindeutig zeigen, dass die Berichtsbreite und -tiefe über die Zeit extrem gestiegen ist. Dies entspricht unserer modernen Medienwelt, in der mehr Menschen, mehr Organe und mehr Fachwissen bei der Berichterstattung die unterschiedlichen Themen beleuchten kann.</p>
<p style="font-weight: 400;">Quelle: (Kahle, Environmental Research Communication, Uni Freiburg). Das Dokument findet sich hier: <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.1088/2515-7620/ac6657" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">https://iopscience.iop.org/article/10.1088/2515-7620/ac6657</a></p>
<p><a href="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/ThinkingCirc-ular_Ahrtal_Kahle.pdf" target="_blank" rel="noopener">Präsentation Michael Kahle</a></p>
<p style="font-weight: 400;">Diese ist aus objektiver Forschungssicht eine positive Entwicklung und entspricht oft nicht der subjektiven Eigenwahrnehmung der Betroffenen im Hochwassergebiet oder der hier schreibenden Journalist*innen. Dies spiegelte sich auch in der Diskussion mit den Betroffenen wieder.</p>
<div id="attachment_6375" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6375" class="size-medium wp-image-6375" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Robbel-300x297.jpg" alt="" width="300" height="297" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Robbel-300x297.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Robbel-1024x1013.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Robbel-150x150.jpg 150w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Robbel-768x759.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Robbel-1536x1519.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Robbel-2048x2025.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Robbel-700x692.jpg 700w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-6375" class="wp-caption-text">Daniel Robbel, Krupp Verlag</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Eveline Lemke hat deshalb Daniel Robbel, welcher für den Krupp-Verlag in Blick-Aktuell veröffentlicht, zur Diskussion auf das Podium geladen. Er hat die Flut persönlich vom ersten Moment miterlebt und intensiv Informationen für die Menschen vor Ort geliefert. Hierbei war er permanent mit der Frage konfrontiert, welche Information den Menschen vor Ort hilft und was sie benötigen. Gleichzeitig hat er Wert darauf gelegt, nicht als Katastrophen-Journalist wahrgenommen zu werden. Dies zeigt sich bei Betrachtung der Fotos, die er nach dem Hochwasser aufgenommen hat. Mehr als 8.000 Bilder sind entstanden. Sie zeigen jedoch keine Betroffenen und ihre emotionale Betroffenheit aus Respekt vor der Privatsphäre der Menschen. Klar war für ihn: Die Menschen brauchen unterstützende Informationen und sind weniger an der politischen Ursachenforschung und Frage der Schuld interessiert. Zudem war nach einem ersten nationalen- und internationalen Medienhype festzustellen, dass die wirklichen Belange der Menschen kaum Niederschlag in den Berichten gefunden hatten, insbesondere nachdem die Bundestagswahl stattgefunden hatte und das Thema aus den Medien fast verschwand. Stattdessen hätte es auch Fake-Informationen gegeben, welche zur Flucht aus Häusern angeregt hätten, vielleicht um Raub- und Diebstahl zu begünstigen, vermuteten einige Teilnehmer*innen. So auch Herr Friedsam aus Sinzig, welcher von Medienmitarbeitenden eine Verantwortung und Überprüfung von Meldungen forderte, um Panik aus Falschmeldungen wie zum vermeintlichen Dammbruch zu vermeiden. Dr. Jürgen Haffke, Autor des Buches „Spuren der Flut im Ahrtal“ bemängelte die geografischen Kenntnisse von Journalisten und beschrieb die vorherrschenden kommunalen oder Landesgrenzen als Hürde für eine gute Berichterstattung. Christian Molke, der Geschäftsführer der ADRA e. V., der für Deutschland Hilft die Hilfe im Ahrtal organisiert hat, betonte, dass aus diesem Grunde die Info-Punkte der Hilfseinrichtungen vor Ort betrieben worden sind, um die vorgenannten Mängel der Kommunikation durch direkte Ansprache der Menschen vor Ort zu überwinden.</p>
<p style="font-weight: 400;">Zudem stellte sich nun die Frage für die Teilnehmenden, wie die Lehren regelmäßig für die Menschen im Ahrtal berichtet werden könnten. Die Teilnehmenden der Veranstaltung betonten, dass es nicht einmal einen Flyer mit Hinweisen zu korrektem Verhalten bei der Flut gebe, welcher den Einwohner*innen zur Verfügung gestellt würde. Und der Krupp-Verlag sagte zu, monatlich einmal mit einem Infoformat Wissen zu Hochwasser zu vermitteln, was ein erstes Ergebnis der Veranstaltung darstellte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Integrativen Risiko- und Sicherheitsplanung; Aktuelle Erkenntnisse zur Blaulichtfamilie</strong></h3>
<div id="attachment_6377" style="width: 510px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6377" class="wp-image-6377" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Fekete-1024x718.jpg" alt="" width="500" height="351" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Fekete-1024x718.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Fekete-300x210.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Fekete-768x539.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Fekete-1536x1078.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Fekete-2048x1437.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Fekete-700x491.jpg 700w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><p id="caption-attachment-6377" class="wp-caption-text">Prof. Dr.-Ing. Alexander Fekete, Technische Hochschule Köln</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Prof. Dr. -Ing. Alexander Fekete nahm den Faden zu Fragen von Wirkung von Kommunikation in seinem Vortrag zur Integrativen Risiko- und Sicherheitsplanung direkt auf. Er vermittelte in seinem Vortrag, dass das Phänomen der nachlassenden Medienaufmerksamkeit oft als Katastrophe nach der Katastrophe empfunden würde und regelmäßig zu beobachten sei. Prof. Fekete hat eine Plattform zur Flut 2021 ins Leben gerufen, um zu ermöglichen, aktualisierte, wissenschaftlich überprüfte Daten zur Verfügung zu stellen. Hier werde alles gezählt und gemessen, was Wissenschaft bei derartigen Ereignissen in den Blick nehmen könne. Zahlreiche Handreichungen, Schlussfolgerungen und institutionalisierte Einrichtungen hätten auch in der Vergangenheit umfassende Empfehlungen zur Verbesserung der Risiko- und Sicherheitsplanung gegeben. Dennoch würden in nicht einmal der Hälfte der Fälle nach einer Katastrophe tatsächlich Veränderungen vorgenommen werden, dies zeige die Wissenschaft eben auch und daneben gebe es auch neuerliche Fehlentwicklungen oder Fehler bei Umsetzungen. Es gäbe also immer einige wenige positive aber auch negative Entwicklungen und Stillstand. Es würde entscheidend sein, wie Menschen mit Widersprüchlichkeit von Entwicklungen umgehen können, um grundsätzlich eine Transformation ausgestalten zu können.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong> </strong>Plattform zur Flutkatastrophe 2021 DKKV <a href="https://dkkv.org/flutplattform/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">https://dkkv.org/flutplattform/</a></p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/230701-Fekete-Niederzissen.pdf">Präsentation Prof. Dr. Fekete</a></p>
<div id="attachment_6380" style="width: 410px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6380" class="wp-image-6380" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Molke-Heidbreder-Fekete-300x206.jpg" alt="" width="400" height="275" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Molke-Heidbreder-Fekete-300x206.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Molke-Heidbreder-Fekete-1024x704.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Molke-Heidbreder-Fekete-768x528.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Molke-Heidbreder-Fekete-1536x1056.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Molke-Heidbreder-Fekete-2048x1408.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Molke-Heidbreder-Fekete-700x481.jpg 700w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-6380" class="wp-caption-text">Christian Molke, ADRA Deutschland e.V., Dr. Lea Heidbreder, MdL, Prof. Dr. Alexander Fekete, TH Köln</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Mit Dr. Lea Heidbreder, MdL, Enquete Kommission Zukunftsstrategien zur Katastrophenvorsorge aus dem Landtag Rheinland-Pfalz und Christian Molke, Vorsitzender des Vorstands ADRA Deutschland e.V. haben wir diese Aussagen in der Debatte gespiegelt. Insbesondere die wissenschaftliche Tatsache wie von Prof. Fekete dargestellt, dass die Regierung und handelnden Akteure auch wissenschaftliche Betrachtung und Netzwerkarbeit sowie Evaluation der Handlungen eingeleitet hätten, mit denen sich der Landtag auch auseinandersetzt, sind ja ein gutes Zeichen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Christian Molke betont, dass es auch im Ahrtal die von Prof. Fekete dargestellte kognitive Dissonanz gebe. So gebe es viele Initiativen, welche Flutmarken zur Etablierung von Erinnerungskultur und Vermeidung von sogenannter Flut-Demenz anbringen. Es gebe Schautafeln, welche auf die Flut hinweisen und es gebe auch neu gegründete Bürgerinitiativen, welche schnelles Handeln zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung anmahnten. MdL Heidbreder betonte, dass sich die Enquete-Kommission auch mit einer Verbesserung des Freiwilligenmanagements seitens der Krisenstäbe auseinandersetzte, denn dies sei verbesserungswürdig gewesen. Die Freiwilligen hätten Großartiges geleistet.  Um daraus Wirkkraft zu entfalten sei es wichtig, dass die freiwilligen Spontanhelfenden mit den professionellen Helfenden einheitlich koordiniert würden und dies auch in Einsatzplanung Berücksichtigung findet. Der Punkt sei aber erkannt und werde einen Aspekt im Bericht der Enquete-Kommission ausmachen.</p>
<div id="attachment_6382" style="width: 410px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6382" class="wp-image-6382" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Becker-300x191.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Becker-300x191.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Becker-1024x653.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Becker-768x490.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Becker-1536x979.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Becker-2048x1306.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Becker-700x446.jpg 700w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-6382" class="wp-caption-text">Im Vordergrund v.l.n.r: Ingo Binnewerg, Manfred Becker, Ralf Urban, Dr. Kay Schaumlöffel</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Die Anwesenden mahnen Flutwissen und eine sogenannte Flut-Fibel an, damit in Zukunft alle besser vorbereitet sind und so handeln können, wie die Akteure am Schwanenteich Sinzig, die alle Tiere dort retten konnten. Sie haben vorausschauend agiert und waren damit erfolgreich.</p>
<p style="font-weight: 400;">Prof. Fekete betont an dieser Stelle, dass man sich auf eine Katastrophe nicht vorbereiten könne. Das mache den Charakter von Katastrophen aus. Und hierbei seien psychologische Effekte zu berücksichtigen, sogenannte Biases, die in seinem Vortrag dargestellt sind und gerne heruntergeladen werden können. Grundsätzlich könne von Mechanismen der Überforderung ausgegangen werden, weshalb die Erwartung, dass es eine perfekte Vorbereitung gebe, überhöht sei.</p>
<p style="font-weight: 400;">Christian Molke betont, dass der Blick der Hilfsorganisationen vor allem auf vulnerable Gruppen gerichtet bleiben müsse. Noch heute versorge die ADRA e. V. in den Nebentälern der Ahr ältere Menschen mit Nahrungsmitteln. Dies dürfe nach 2 Jahren eigentlich nicht mehr der Fall sein. Er schlägt vor, die Einbindung der Freiwilligen mit ihrer Scharnierfunktion in möglichen Agentenrollen stärker zu nutzen. Beispiele sei die Möglichkeiten von Landwirten oder Bauunternehmen, welche über schweres Gerät verfügen, besser zu organisieren. Dies sei, so Lea Heidbreder, bereits der Fall. Als Beispiel nennt sie die Koordinierung von Löschwassereinsatz bei Waldbränden. Hier werden schon heute die zivilen Akteure mit eingebunden. Grundsätzlich sei aber wünschenswert, dass diese Beispiele auch erzählt und vermittelt würden, so dass noch mehr potentielle Agenten identifiziert werden könnten. Dies könnten auch vermehrt Unternehmen sein.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong> </strong>Die bisherige Forschungsdokumentation der Blau-, Rot- und Grünlichtfamilien für das Ahrtal findet sich unter diesem Link der TH Köln <u><a href="https://elib.dlr.de/192155/1/2022-1%20IRSR_Volume1_2022_Flut_2021.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">https://elib.dlr.de/192155/1/2022-1%20IRSR_Volume1_2022_Flut_2021.pdf</a></u></p>
<p style="font-weight: 400;">Eveline Lemke lenkt die Debatte in Richtung der Pläne der Bundesregierung, welche zuletzt eine Sicherheitsstrategie für Deutschland veröffentlicht hat. Darin gibt es einen neuen und wichtigen Begriff, auf den wir unser Augenmerk richten wollen und uns fragen, was er vor Ort bedeutet. Es geht hier bei um die integrative Risiko- und Sicherheitsplanung. Sie möchte erfahren, was „integrative“ und „resiliente“ Planung bedeutet, insbesondere mit Blick auf den Begriff der Systemrelevanz nach der Corona-Pandemie, die die Planung auch in der Abfallwirtschaft verändert und dafür sorgt, dass diese in die Risiko- und Sicherheitsplanung eingehen muss. Sie gilt nämlich nunmehr als systemrelevant.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Antwort auf die Einbindung fällt ernüchternd aus. Bisherige Forschungsbereiche bleiben i.d.R. für sich, auch wenn sich vermehr Netzwerke bilden die versuchen, dieses systemisch abzubilden. Der Bericht der Enquete-Kommission nimmt diesen Sachverhalt noch nicht auf, da er lediglich über die in dem Gremium befassten Elemente berichten wird. Die Abfallwirtschaft gehörte bisher zur Nachsorge von Katastrophenfällen und ist daher auch kein Schwerpunkt der Koordination oder Betrachtung für die Hilfsorganisationen gewesen. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass hier noch Aufgaben vor ihnen liegen, die nun zu erfüllen sind, um eine Integration dieser Disziplin zu gewährleisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Klimaanpassung, Hochwasser, Resilienz &#8211; Bericht aus dem KAHR-Projekt</strong> <strong>und aus dem Kompetenznetzwerk „Wissenschaft für den Wiederaufbau“</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Die Wissenschaftsnetzwerke welche vor Ort aktiv sind, widmen sich der Aufgabe der Integration bereits und bieten für die Kommunen auch Beratung an. Dazu gehört das KAHR-Projekt (welches für Klimaschutz, Anpassung, Hochwasser, Resilienz steht), für das Dr. Bert Droste-Franke vom IQIB seinen Vortrag hält, aus dem Wissenschaftsnetzwerk für den Wiederaufbau, das Prof. Lothar Kirschbauer repräsentiert. <a href="https://www.hs-koblenz.de/hochschule/einrichtungen/kompetenznetzwerk-wissenschaft-fuer-den-wiederaufbau" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.hs-koblenz.de/hochschule/einrichtungen/kompetenznetzwerk-wissenschaft-fuer-den-wiederaufbau</a></p>
<p style="font-weight: 400;">Verschiedene andere Projekte sind ebenfalls in der Federführung des IQIB, die uns vorgestellt werden, wie z. B. Act for Ahrtal zur Energieversorgung vor Ort. KAHR läuft bis 2024 und Dr. Bert Droste-Franke ist der Projektkoordinator. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Forschung aus FONA-Mitteln (Forschung für nachhaltige Entwicklung).</p>
<p style="font-weight: 400;">Weitere Verbundpartner*innen sind: <strong>RWTH Aachen</strong> (Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft), Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf; <strong>Universität Stuttgart</strong> (Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung), Prof. Dr.-Ing. Jörn Birkmann; Universität Potsdam (Institut für Umweltwissenschaften und Geographie), Prof. Dr. Annegret Thieken; Hochschule Koblenz (Fachrichtung Bauingenieurwesen), Prof. Dr. Lothar Kirschbauer; <strong>Technische Universität Kaiserslautern (Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft</strong>), Prof. Dr. Robert Jüpner; Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ (Department Stadt- und Umweltsoziologie), Prof. Dr. Christian Kuhlicke; <strong>Helmholtz-Zentrum Potsdam</strong> (Deutsches GeoForschungsZentrum, Sektion Hydrologie), Prof. Dr. Bruno Merz; Deutsches Institut für Urbanistik, Dipl.-Ing. Jens Hasse; Wasserverband Eifel-Rur, Dr. Gerd Demny; HochwasserKompetenzCentrum e.V., Köln, Georg Johann; Technische Universität Dortmund (Fakultät Raumplanung), Prof. Dr.-Ing. Stefan Greiving; Landkreis Ahrweiler, Michael R. Schäfer.</p>
<div id="attachment_6390" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6390" class="wp-image-6390 size-medium" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Petry-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Petry-300x208.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Petry-1024x709.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Petry-768x532.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Petry-1536x1063.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Petry-2048x1418.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Petry-700x485.jpg 700w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-6390" class="wp-caption-text">Rita Klüwer, Renate Petry</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Die Anwesenden wollen wissen, wo die notwendige Veränderung zu mehr Klimaschutz- und Anpassung sichtbar wird. Als Beispiel nennen alle Beteiligten die Brückengutachten, aus denen Empfehlungen zu hochwasserdurchlässigen Brückenarchitekturen hervorgehen. Der Abriss der Nepomuk-Brücke, die viele Menschen gerne verhindert hätten, weil ihre historische Anmutung ihnen wichtig ist, zeige bereits diese Veränderung. Verena Örenbas, als Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis Ahrweiler betont, dass sich diese Veränderung nur mit Hilfe der Expert*innen aus der Wissenschaft eine Kraft zur Umsetzung mit sich bringen konnte, da die politischen Mehrheiten keinen Willen für mehr Klimaschutz ausdrückten. Die Wissenschaftler auf dem Podium bekannten sich zu ihrem Teil der Verantwortung, die sie gerne annehmen. Gleichzeitig betonten sie, dass es auch Kommunikationsherausforderungen in der Vermittlung der Themen für sie gebe. Sie seien daher froh um das mit dieser Veranstaltung gefundenen Format.</p>
<div id="attachment_6385" style="width: 510px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6385" class="wp-image-6385" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/KAHR-1024x718.jpg" alt="" width="500" height="351" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/KAHR-1024x718.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/KAHR-300x210.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/KAHR-768x539.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/KAHR-1536x1077.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/KAHR-2048x1437.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/KAHR-700x491.jpg 700w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><p id="caption-attachment-6385" class="wp-caption-text">Verena Örenbas, GRÜNE Ahrweiler, Prof. Dr. Lothar Kirschbauer, Uni Koblenz, Dr. Bert Droste-Franke, IQIB</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Die Frage, wie das Wissen kommuniziert werden könne, schließt sich für die Moderatorin Eveline Lemke unmittelbar an. Wie könne ein Format aussehen, in dem Flutwissen und Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge vermittelt würden? Die Wortmeldungen aus dem Publikum zeigen sofort an, dass es kein Interesse an sogenanntem Hochwassertourismus gebe und die Bewohnerinnen im Tal selber kein Interesse an Fortbildungen zeigten, da sie noch mitten in der Herausforderung der Überwindung stünden. Jedoch sei es denkbar, online-Wissens-Angebote mit einem Ausflugsformat durch das Ahrtal zu verbinden, um im Sinne des globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung Zielgruppen von außerhalb einzuladen. Diese würden ihre Erfahrung wiederum ins Ahrtal zurück spiegeln.</p>
<p style="font-weight: 400;">Christian Hofeditz von der Volkshochschule nimmt die Überlegungen gerne für die weitere Entwicklung von Bildungsangeboten mit.</p>
<p style="font-weight: 400;">Link zum KAHR-Projekt. <a href="https://www.iqib.de/de/kahr-klima-anpassung-hochwasser-resilienz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">https://www.iqib.de/de/kahr-klima-anpassung-hochwasser-resilienz.html</a> .</p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Droste-Franke_IQIB_Ahrtalaktivitaeten_010723.-pptx.pdf" target="_blank" rel="noopener">Präsentation Dr. Droste-Franke</a></p>
<p style="font-weight: 400;"><a href="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/230701_Vorstellung_WfdW_Kirschbauer.pdf" target="_blank" rel="noopener">Präsentation Prof. Dr. Kirschbauer</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Szenario Planung im Abfallmanagement – Theorie und Praxis neu verstanden</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Der letzte Block der Veranstaltung setzte sich mit den Ableitungen des Hochwasserereignisses auf die Abfallwirtschaft auseinander. Hierfür war Thomas Schwarz, Geschäftsführer aha Hannover, eingeladen, der mit seinen Mitarbeitenden den Abfallwirtschaftsbetrieb Ahrweiler unterstützt hatte. Über 300 professionelle Helfende und Betriebe hatten dem AWB nach dem Hochwasserereignis professionell bei der Beräumung des Ahrtals geholfen. Der Bericht von Thinking Circular® zeigte Schlussfolgerungen, wie sich Abfallwirtschaftsbetriebe besser auf derartige Situationen vorbereiten können. Vor diesem Hintergrund ist die Szenario-Planung aus Niedersachsen, die Lehren zur Vorbereitung auf ein Tornadoereignis in der norddeutschen Tiefebene zieht und sich auf ein derartiges Ereignis vorbereiten will ein geeigneter Diskussionsgegenstand.</p>
<p style="font-weight: 400;">Thomas Schwarz berichtet ausführlich von seiner Motivation, seinen eigenen Mitarbeitenden über die Möglichkeit beim Einsatz im Ahrtal zu lernen, den finanziellen Aufwand zu rechtfertigen. Grundsätzlich haben auch die politischen Verantwortlichen, die schließlich auch erst im November 2021 das Mandat für den Einsatz erteilen konnten, gerne der Hilfe zugestimmt. Jedoch waren die zutreffenden Entscheidungen für den aha Hannover zu gegebener Zeit im Juli ein gewagter Schritt, denn es existiere weder ein Netzwerk noch eine Quote zur Bereitstellung von Equipment für Hilfseinsätze. Dabei sei diese Frage virulent, insbesondere wenn die Bundesregierung plane, auch der Ukraine Wiederaufbauhilfe zur Verfügung zu stellen und öffentliche Betriebe, wie der aha aufgerufen seien, hier zu unterstützen. Thomas Schwarz kann sich deshalb vorstellen, einen Prozentsatz des eigenen Equipments für Katastrophenfälle vorzuhalten und wirft die Frage in den Raum, wie dies politisch durchsetzbar wäre. Ferner fehle es an Regelungen zur Abrechnung von Leistungen für gegenseitige kommunale Hilfe, ohne Mehrwertsteuer berechnen zu müssen. Die Tatsache, dass es keinen europäischen Abfallschlüssel für Hochwasser oder Katastrophenabfälle gebe, sei überdies eine Hürde. Ferner fehle es an Lager- oder Deponierungsraum für Dimensionen wie an der Ahr.</p>
<p style="font-weight: 400;">Stephan Müllers, Technischer Leiter im Abfallwirtschaftsbetrieb Ahrweiler, erläutert, wie sich der Betrieb weiterentwickelt hat und schildert insbesondere auch durch Investitionen möglich gewordene Erweiterungen der Anlage. Er bestätigt die von Thomas Schwarz genannten Aspekte und wünscht sich von den Spitzenverbänden der Abfallwirtschaft sich des Themas anzunehmen. Der von Thinking Circular nach dem Hochwasser erstellte Bericht schildere die Notwendigkeiten, grundsätzlich müssen bei der Erstellung von Szenario-Planungen folgende Fragen beantwortet werden, welche auch den Landtagsabgeordneten Susanne Müller (SPD) und Dr. Lea Heidbreder (Bündnis 90/Die Grünen) noch einmal mitgegeben werden:</p>
<ol>
<li>Welche vorbereitenden Aufgaben können die Abfallbetriebe nicht allein lösen, wozu benötigen sie übergeordnete politische Hilfe? Wir beziehen uns hierbei auf die Feststellungen des Berichtes mit folgenden Fragen:</li>
<li>Wie steht es um ein umfassendes Kommunikationskonzept? Gibt es hier übergeordnete Empfehlungen?</li>
<li>Welche Einbindung in Krisenstäbe ist für die Abfallwirtschaft bei der nächsten Katastrophe vorgesehen?</li>
<li>Wie stehen die rechtlichen Weichen für die Erstellung von Ablagerungsflächen für Hochwasser/Tornadoabfälle?</li>
<li>Wie werden Deponierungskapazitäten vorgehalten? Wie wird dies auf übergeordneter Ebene strategisch verfolgt?</li>
<li>Wird es eine europäische Schlüsselnummer für Hochwasserabfälle geben? Wer verfolgt dies?</li>
<li>Wie wird verhindert, dass nach derartigen Katastrophen Abfälle aus Zwischenlägern erneut verlegt werden müssen?</li>
<li>Welche Grundidee besteht zur weiteren Minderung indirekter Emissionen im Abfallmanagement nach einem derartigen Ereignis?</li>
<li>Welche Maßnahmen kann die Politik ergreifen, um Wissensmanagement für die Praxis zu verbessern?</li>
</ol>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Veranstalter bedanken wir uns bei allen Mitwirkenden und freuen uns auf eine Wiederholung im kommenden Jahr</span><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<div id="attachment_6387" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6387" class="wp-image-6387 size-large" src="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Schwarz-2-1024x753.jpg" alt="" width="1024" height="753" srcset="https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Schwarz-2-1024x753.jpg 1024w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Schwarz-2-300x221.jpg 300w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Schwarz-2-768x565.jpg 768w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Schwarz-2-1536x1130.jpg 1536w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Schwarz-2-2048x1507.jpg 2048w, https://thinking-circular.com/wp-content/uploads/2023/07/Schwarz-2-700x515.jpg 700w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-6387" class="wp-caption-text">Thomas Schwarz, aha Hannover, Susanne Müller, MdL, Stephan Müllers, AWB, Manuela Quirbach, AWB, Dr. Patricia Zirkel, ULS+, Angelika Bales, ULS+</p></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://thinking-circular.com/de/zwei-jahre-nach-der-flut-eine-nuechterne-betrachtung/">Zwei Jahre nach der Flut – eine nüchterne Betrachtung</a> erschien zuerst auf <a href="https://thinking-circular.com/de/">Thinking Circular</a>.</p>
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