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	<title>Klimawandel Archive &#8211; Thinking Circular</title>
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	<description>Das Multiversum der Kreislaufwirtschaft.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 27 Jan 2025 13:54:26 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Klimawandel: Chancen- und Risikobetrachtungen sind jetzt verpflichtender Bestandteil der ISO-Normen</title>
		<link>https://thinking-circular.com/de/klimawandel-chancen-und-risikobetrachtungen-sind-jetzt-verpflichtender-bestandteil-der-iso-normen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eveline Lemke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jan 2025 13:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ISO Normen]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Team von Thinking Circular® unterstützt Sie bei Ihrer Analyse und den Maßnahmen, um die Normanforderungen sicher zu erfüllen und die Resilienz Ihrer Organisation zu steigern! Internationale Normen und Standards können beim Kampf gegen den Klimawandel und bei den Anpassungen daran eine zentrale Rolle spielen. Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat daher nicht nur ihre zentrale Norm für das Umweltmanagementsystem ISO 14001, sondern auch die Normen für viele andere Managementsysteme überarbeitet, darunter die wichtigen ISO 9001, ISO/IEC 27001, ISO 45001 und ISO 50001. Das Ziel der ISO...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thinking-circular.com/de/klimawandel-chancen-und-risikobetrachtungen-sind-jetzt-verpflichtender-bestandteil-der-iso-normen/">Klimawandel: Chancen- und Risikobetrachtungen sind jetzt verpflichtender Bestandteil der ISO-Normen</a> erschien zuerst auf <a href="https://thinking-circular.com/de/">Thinking Circular</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="font-weight: 400;">Das Team von Thinking Circular® unterstützt Sie bei Ihrer Analyse und den Maßnahmen, um die Normanforderungen sicher zu erfüllen und die Resilienz Ihrer Organisation zu steigern!</h3>
<p style="font-weight: 400;">Internationale Normen und Standards können beim Kampf gegen den Klimawandel und bei den Anpassungen daran eine zentrale Rolle spielen. Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat daher nicht nur ihre zentrale Norm für das Umweltmanagementsystem ISO 14001, sondern auch die Normen für viele andere Managementsysteme überarbeitet, darunter die wichtigen ISO 9001, ISO/IEC 27001, ISO 45001 und ISO 50001. Das Ziel der ISO ist dabei, das Thema Klimawandel noch mehr als bisher auf die Agenda der zertifizierten Organisationen zu bringen, damit diese mögliche Effekte aus dem Umfeld auf die Organisation bzw. mögliche Effekte der Organisation auf das Umfeld früh erkennen, diese Chancen und Risiken bewerten und systematisch adressieren und somit letztlich die Resilienz der Organisation stärken.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Was war der initiale Gedanke?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Der Klimawandel stellt die Welt vor ständig größer werdende Heraus­forderungen. Organisationen spüren schon heute die Auswirkungen: Lokale Extremwetterereignisse wie Hitzeperioden, Stürme, Überschwemmungen oder Brände häufen sich und gefährden die Gesundheit der Mitarbeitenden, Anlagen und Materialien. Mitarbeiter*innen leiden unter hohen Temperaturen und machen häufiger Fehler. Die Versorgung mit Vormaterialien wird zum Teil unsicherer und die Planungssicherheit sinkt. Der Bedarf an Wasser, auch zum Kühlen, steigt ebenso wie die Kosten. Die Energieversorgung muss umgestellt werden, neue und schärfere gesetzliche und vertragliche Anforderungen werden erlassen. Markterwartungen verschieben sich, mal stetig, mal sofort.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der Klimawandel als Treiber der nachhaltigen Transformation bietet aber auch Chancen: Disruptive Geschäftsideen werden entwickelt und lösen alte ab. Neue, vielversprechende Produkte und Dienstleistungen drängen auf den Markt, Marktprioritäten und Erwartungen ändern sich dauerhaft.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Was ist konkret geändert worden?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">In allen relevanten Normen wird in den Kapiteln 4.1.und 4.2 schon seit jeher von Organisationen gefordert, ihre interessierten Parteien zu kennen und regelmäßig zu betrachten, inwieweit diese die Wirksamkeit ihres Managementsystems beeinflussen können.<br />
Diese bisherigen Anforderungen wurden nun ergänzt: Im Zuge der Kontextanalyse müssen Organisationen künftig die Auswirkungen des Klimawandels systematisch betrachten. Ganzheitlich, d.h. unter Berücksichtigung sowohl aller interessierter Gruppen als auch aller Prozesse sowie spezifisch für die Branche, für die Produkte, die Standorte usw.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Ab wann gilt die Änderung?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Die Aktualisierung erfolgte bereits im Jahr 2024. Da es sich dabei um keine langwierige Änderung der diversen bestehenden Normen handelt, sondern um eine Ergänzung, gilt die Forderung bereits heute. Das heißt, schon jetzt prüfen Auditorinnen und Auditoren im Rahmen der Überwachungs- und Zertifizierungsaudits, ob und wie die Organisation Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt hat.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Was bedeutet das für die Unternehmen?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Betrachten Sie die Auswirkungen des Klimawandels auf Ihre Organisation und bearbeiten Sie diese, systematisch und ganzheitlich. Erkennen und reduzieren sie Risiken, nutzen Sie Chancen und machen Sie Ihre Organisation so resilient und zukunftsfähig.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Wie sollten Sie vorgehen?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Die Managementbeauftragten als zentrale Koordinator*innen sollten zunächst die oberste Leitung ins Boot holen, diese über die formalen Änderungen informieren und gemeinsam einen regelmäßigen Prozess hierfür etablieren.</p>
<p style="font-weight: 400;">Eine breit aufgestellte Gruppe aus Expertinnen und Experten sollte hierbei die möglichen Chancen und Risiken systematisch bearbeiten, d.h. diese zunächst erkennen, dann bewerten und priorisieren sowie gegebenenfalls mit Maßnahmen belegen. Wichtig ist dabei, sich in die Rolle aller relevanten Stakeholder zu versetzen, um keine Punkte zu übersehen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Kernfragen sind:</p>
<ul>
<li>Welche strategischen Chancen bestehen für die Organisation durch den Klimawandel? Wo sind deren spezielle Kompetenzen und Stärken gefragt? Was kann beitragen, um den Klimawandel abzumildern oder um Resilienzen zu erhöhen; innerhalb der Organisation, bei Kund:innen, Verbraucher:innen oder bestimmten anderen gesellschaftlichen Gruppen?</li>
<li>Was kann durch den fortschreitenden Klimawandel Negatives auf die Organisation zukommen? Welche Gefahren existieren? Wie muss sich die Organisation anpassen? Welche Prozesse, Produkte oder Serviceleistungen müssen abgesichert werden?</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Nach der ersten Phase, dem Erkennen von Chancen bzw. Risiken, müssen diese einzeln bewertet und priorisiert werden; in der Regel halbquantitativ und unter Betrachtung der beiden Dimensionen</p>
<ul>
<li>Wahrscheinlichkeit des Auftretens und</li>
<li>Schweregrad der Auswirkung beim Auftreten.</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Die so als relevant erkannten Chancen und Risken werden dann mit konkreten Maßnahmen belegt und systematisch bearbeitet. Wichtig ist, dass diese Analyse keine Einmal-Betrachtung sein kann, sondern regelmäßig wiederholt werden muss, weil sich sowohl die Organisation als auch deren Umfeld verändern kann: Chancen und Risiken können sich entwickeln, Bewertungen können angepasst werden, ergriffene Maßnahmen wirksam oder unwirksam sein.</p>
<p style="font-weight: 400;">Sie haben generelle Fragen zu dieser neuen ISO-Anforderung? Sie benötigen Unterstützung beim Erkennen und Management Ihrer Chancen und Risiken? Sie suchen Hilfe bei der Festlegung und Nachverfolgung von sinnvollen Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen? Sie fragen sich, wie das mit anderen gesetzlichen Anforderungen kombiniert werden kann?</p>
<p style="font-weight: 400;">Das kompetente und erfahrene Team von Thinking Circular® steht für Sie bereit.</p>
<p>Autor: Dr. Thomas Jagella</p>
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		<title>Wie verhalten sich Menschen in der Zukunft nachhaltig?</title>
		<link>https://thinking-circular.com/de/wie-verhalten-sich-menschen-in-der-zukunft-nachhaltig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eveline Lemke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2021 12:05:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[#Homo Circularis]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainability]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie wir heute wissen, ist der Klimawandel menschengemacht. Das heißt, unser nachhaltiges Verhalten bestimmt über unsere Zukunft und die Zukunft unseres Planeten. Wenn Marktforscher das Verhalten von Menschen kategorisieren, entwickeln sie sogenannte Personas. Solche Personas gibt es auch, um Menschen zu beschreiben, die sich nachhaltig verhalten. Allerdings trauen wir keiner Marktforschung. Außer, wir haben sie selbst gemacht oder überprüft. Aus diesem Grund haben wir gängige Personas (mit Namen Hannah, Tom, Dori und Ulrike) der Studie Nachhaltiges Leben 2020 unter die Lupe genommen. Zur Überprüfung haben wir einen eigenen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thinking-circular.com/de/wie-verhalten-sich-menschen-in-der-zukunft-nachhaltig/">Wie verhalten sich Menschen in der Zukunft nachhaltig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://thinking-circular.com/de/">Thinking Circular</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wir heute wissen, ist der Klimawandel menschengemacht. Das heißt, unser nachhaltiges Verhalten bestimmt über unsere Zukunft und die Zukunft unseres Planeten. Wenn Marktforscher das Verhalten von Menschen kategorisieren, entwickeln sie sogenannte Personas. Solche Personas gibt es auch, um Menschen zu beschreiben, die sich nachhaltig verhalten. Allerdings trauen wir keiner Marktforschung. Außer, wir haben sie selbst gemacht oder überprüft. Aus diesem Grund haben wir gängige Personas (mit Namen Hannah, Tom, Dori und Ulrike) der Studie Nachhaltiges Leben 2020 unter die Lupe genommen. Zur Überprüfung haben wir einen eigenen Fragebogen aufgesetzt, den wir Euch hier angeboten hatten.</p>
<h3>Personas zur Betrachtung einer bestimmten Gruppe</h3>
<p>Unsere vier Persona-Typen sind am Ende der Bewertung beschrieben. Zusätzlich haben wir dort auch noch Aspekte einer Kritik eingefügt, die uns wichtig ist. Dennoch benutzen wir das gedankliche Modell der Personas als <em>Couragierte Weltretter, Fürsorgliche Gestalter, Konsequente Weltverbesserer und Zurückgezogener Pragmatiker</em> zur Betrachtung einer relevanten Größe von Menschen, die uns aus dem selbstgemachten (menschengemachten) Dilemma wieder rausführen könnte. Wir wollen nämlich auch wissen, wie groß die Gruppe an Menschen mit Leadership-Qualitäten ist, die uns nachhaltiges Verhalten als Rollen-Modell vermittelt. Schauen wir uns erst einmal unsere Überprüfung an:</p>
<p>Erwartungsgemäß unterscheiden sich unsere Persona-Typen von den vier Originalen. Als ganz wesentlich stellte sich heraus, dass die demografischen Daten nicht zwingend mit den beschriebenen Typen zusammenpassen und dass Menschen anders leben, als sie angeben, leben zu wollen.</p>
<p>Wir haben festgestellt, dass unter 10 Befragten gerade einmal 1 couragierter Weltretter und 1 konsequenter Weltverbesserer vertreten ist. Weitere 5 Befragte verhalten sich wie zurückgezogene Pragmatiker (dieses Verhaltensmuster ist mit Abstand am häufigsten anzutreffen) und die restlichen 3 wie fürsorgliche Gestalter.</p>
<p>Wenn wir uns vorstellen, in unserer Gesellschaft wären  10 % Weltretter und 10 % Weltverbesserer mit echten Leadership Qualitäten, die Unternehmerinnen und Unternehmer dabei unterstützen, sie in eine nachhaltige Wirtschaft zu führen und wir stellen uns auch vor, dass 80 % (vor allem Mitarbeitende) aus Fürsorge die Aktivitäten der Weltretter mittragen, dann gäbe es ja vielleicht  eine Chance, das Überleben auf diesem Planeten langfristig für uns zu sichern. Leider haben wir aber die Umfrage im Umfeld von ohnehin nachhaltig agierenden Menschen vorgenommen und deshalb müssen wir diese Aussage jetzt auch noch mal richtig auf Unternehmensebene einordnen.</p>
<h3>Nur 1.120 Führungspersönlichkeiten für Nachhaltigkeit</h3>
<p>Wir holen uns  eine Zahl aus dem <a href="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/wp-content/uploads/2021/05/2105012_Studie_Stand_nachhaltiges_Wirtschaften_Deutschland.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Bericht des Rates für Nachhaltigkeit</a> aus diesem Jahr. Damit  wissen wir, dass nicht einmal 0,13 % der Unternehmen nachhaltig handeln. Mehr als 3 Mio. Unternehmen verhalten sich einfach NICHT zur Nachhaltigkeit. Auf dieser Grundlage dürfen wir davon ausgehen, dass aktuell nur ca. 1.120 Unternehmenschef*Innen als Weltretter*Innen oder Weltverbesser*Innen Nachhaltigkeit vorantreiben und wirkliche „Leadership-Qualitäten“ an den Tag legen. Ob das reicht? Können diese 1.120 Menschen rund 3 Millionen andere Unternehmenschef*Innen motivieren, nachhaltiger zu werden?</p>
<p>Wir denken schon, denn bei der Beantwortung der Frage, wie Menschen sich in der Zukunft nachhaltig verhalten, finden sich Antworten in der Gegenwart: Die vier Personas zeigen, wie nachhaltiges Verhalten bereits heute gelebt wird und sie zeigen die Charaktereigenschaften, die der Homo Circularis aufweist. Der Homo Circularis gibt Antworten <a href="https://thinking-circular.com/de/homo-circularis/">#Homo Circularis – Thinking Circular</a>, wie Menschen sich in der Zukunft nachhaltig verhalten, wenn die Transformation in die zirkuläre Utopie einer Circular Economy und einer Circular Society gelingt.</p>
<p>Das gibt Grund zur Hoffnung! Wenn mehr Menschen sich wie ein Homo Circularis verhalten, können wir die Verhaltensgeschichte der Zukunft selbst schreiben und überleben. Und das müssen wir auch tun, denn der Klimawandel ist das existenzgefährdende Resultat unseres Verhaltens. Wenn wir aus diesem Wissen nicht lernen uns anders zu verhalten, dann wird es auch keine Zukunft für Menschen auf diesem Planeten geben.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<h4>Vorstellung der Personas und Kritik</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Hannah, 24 Jahre alt, Studentin: </strong>(Alter und Beruf von uns fiktiv hinzugefügt)</h4>
<p>Hannah ist vom Nachhaltigkeitstyp her „Couragierte Weltretterin“. Diese Gruppe von Nachhaltigkeitsmenschen gehört zu den Generationen Y und Z. Couragierte Weltretter sind also zwischen 1980 und 2012 geboren. Sie folgen bewusst anderen Werten als die Generationen vor ihnen.</p>
<p>Für einen Großteil dieses Segments gilt, dass sie bevorzugt in der Stadt leben, ein geringes Einkommen haben, eine mittlere bis hohe Bildung genießen, ledig sind und keine Kinder haben. Die meisten couragierten Weltretter sind weiblich.</p>
<p>Morgens hören sie gerne Musik über diverse Streamingdienste. Tagsüber nutzen sie über ihr Smartphone Online Presse und zwischendurch Social Media. Abends schauen sie Serien und Dokus über Streamingdienste. Klassisches Fernsehen schauen sie eher seltener.</p>
<p>83% der couragierten Weltretter sind sehr affin für vegetarische Ernährung. 81% interessieren sich für Naturkosmetik. Und 91% wollen Plastikverpackungen vermeiden.</p>
<p>Zu den wichtigsten Themen gehören für sie Tierwohl, keine Massentierhaltung und saubere Umwelt. Ihre wichtigsten Werte sind Freiheit, Neugier, Zusammenhalt, Toleranz und Frieden.</p>
<h4><strong>Tom, 35 Jahre alt, Ingenieur: </strong>(Alter und Beruf von uns fiktiv hinzugefügt)</h4>
<p>Tom ist vom Nachhaltigkeitstyp her „Fürsorglicher Gestalter“. Diese Gruppe von Nachhaltigkeitsmenschen gehört zu den Generationen X und Y. Fürsorgliche Gestalter sind also zwischen 1965 und 1999 geboren.</p>
<p>Für einen Großteil dieses Segments gilt, dass sie sowohl gerne in der Stadt als auch auf dem Land leben, ein mittleres bis hohes Einkommen haben, eine mittlere bis hohe Bildung genießen, verheiratet sind und Kinder haben. Die meisten fürsorglichen Gestalter sind männlich.</p>
<p>Morgens lesen sie klassische Tageszeitung und hören Radio. Tagsüber nutzen sie Online Presse und hören Podcasts. Abends schauen sie sowohl Streamingdienste als auch klassisches Fernsehen.</p>
<p>92% der fürsorglichen Gestalter versuchen Mikroplastik zu vermeiden. 83% verwenden Ökostrom. Und 77% nutzen vermehrt Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel oder Car-Sharing statt mit dem eigenen Auto zu fahren.</p>
<p>Zu den wichtigsten Themen gehören für sie liebevoller Umgang mit Kindern, Familienfrieden und Zeit mit der Familie. Ihre wichtigsten Werte sind Gerechtigkeit und nicht vorschnell zu urteilen.</p>
<h4><strong>Dori, 50 Jahre alt, Professorin: </strong>(Alter und Beruf von uns fiktiv hinzugefügt)</h4>
<p>Dori ist vom Nachhaltigkeitstyp her „Konsequente Weltverbesserin“. Diese Gruppe von Nachhaltigkeitsmenschen lässt sich in allen Generationen wiederfinden.</p>
<p>Für einen Großteil dieses Segments gilt, dass sie bevorzugt in der Großstadt leben, ein hohes Einkommen haben, eine mittlere bis hohe Bildung genießen, verheiratet sind oder in einer Beziehung leben. Viele von ihnen haben Kinder. Konsequente Weltverbesserer sind gleichverteilt unter Männern und Frauen.</p>
<p>Morgens und tagsüber lesen sie gerne Blogs, Online Presse und Online Magazine und hören Podcasts. Klassische Zeitungen nutzen sie eher seltener. Auch Social Media nutzen sie so gut wie gar nicht. Abends schauen sie Serien und Dokus über Streamingdienste. Klassisches Fernsehen spricht sie nicht an.<strong>                </strong></p>
<p>95% der konsequenten Weltverbesserer haben eine hohe Affinität für nachhaltig und fair hergestellte Kleidung. 87% verreisen weniger mit dem Flugzeug. Und 82% achten auf ethische und grüne Investments ihrer Bank.</p>
<p>Zu den wichtigsten Themen gehören für sie Umwelt und Frieden. Ihre wichtigsten Werte sind Vertrauen und Respekt.</p>
<h4><strong>Ulrike, 67 Jahre alt, Rentnerin: </strong>(Alter und Beruf von uns fiktiv hinzugefügt)</h4>
<p>Ulrike ist vom Nachhaltigkeitstyp her „Zurückgezogene Pragmatikerin“. Diese Gruppe von Nachhaltigkeitsmenschen ist eine Untergruppe der Babyboomer. Zurückgezogene Pragmatiker sind also zwischen 1946 und 1964 geboren.</p>
<p>Für einen Großteil dieses Segments gilt, dass sie bevorzugt ländlich leben, ein mittleres Einkommen haben, eine mittlere Bildung genießen, verheiratet sind und Kinder haben. Die meisten zurückgezogenen Pragmatiker sind weiblich.</p>
<p>Morgens lesen sie klassische Tageszeitungen. Tagsüber nutzen sie Social Media und gelegentlich Online Magazine. Abends schauen sie überwiegend klassisches Fernsehen.</p>
<p>95% der zurückgezogenen Pragmatiker versuchen Verpackungen, v.a. aus Plastik, zu vermeiden. 91% sind sehr affin für regionale Produkte. Und 84% nutzen natürliche Reinigungsmittel.</p>
<p>Zu den wichtigsten Themen gehören für sie Familie und Hilfsbereitschaft. Ihre wichtigsten Werte sind Ehrlichkeit, Toleranz und Respekt.</p>
<p><strong>___________________________________________________</strong></p>
<h4>Daran gibt es zwei Kritikpunkte zu äußern:</h4>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li>
<h4><strong>Die Darstellung solcher Personas kann zu Greenwashing führen.</strong></h4>
</li>
</ol>
<p>Denn nicht jedes Unternehmen und nicht jede Marketingagentur verfolgt noble Ziele. Vorrangig bleibt das Ziel mehr Profit zu machen, indem grüne Produkte besser vermarktet werden können, weil man weiß, wie Menschen ticken, die nur grün kaufen. Ob diese Produkte dann tatsächlich so grün sind, oder nur Green Buzz Words verwendet werden, die den Werten dieser Personas entsprechen, ist häufig intransparent. Für den Kunden, der sich schützen möchte, gilt dann: Erst Recherche, dann kaufen. Wie zirkulärer Konsum funktionieren kann, kann in dieser <a href="https://pod.co/gruene-wirtschaft-fuer-morgen-circular-economy/zirkulrer-konsum" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Podcast-Folge</a> nachgehört werden.</p>
<ol start="2">
<li>
<h4><strong>Die Methode zur Entwicklung von Personas gilt als umstritten in der Forschung. </strong></h4>
</li>
</ol>
<p>Sie beinhaltet kreativen Spielraum. Nichtsdestotrotz kann sie hilfreich sein. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Verhaltensfragen zu beleuchten. Und auch, um Klarheit zu verschaffen. Personas werden häufig in Bildern erstellt und möglichst realitätsnah. Die Persona bekommt dann einen Namen, Kleidung, ein Gesicht. Unsere kreative Gehirnhälfte, unsere Vorstellungskraft, springt darauf an. Forschung wird plötzlich greifbar. Und genau daher gilt die Persona-Methode auch als forschungsproblematisch. Nach wie vor gilt: Forschung ist nur dann sexy, wenn sie den Leser geradezu intellektuell überfordert. Wer schlau klingt, muss schlau sein. Heute gilt jedoch immer mehr, „Für Dummies“ ist das neue Sexy. Keep it short, simple…and stupid! Forschung und Bildung werden auf kreative Weise revolutioniert. Und es zeigt sich: So einfach wie möglich ist manchmal viel schwieriger als komplexe Darstellungen.</p>
<p>Von Eveline Lemke und Charléne Nessel</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Literaturhinweis Sience-Faction</title>
		<link>https://thinking-circular.com/de/literaturhinweis-sience-faction-klimawandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eveline Lemke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2021 11:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frank Schätzing schenkt Neueinsteigern ins Thema Klimawandel Visionen – ob die gefallen, steht jedoch in den Sternen Warum bloß sollten wir Klimawandel bekämpfen? Frank Schätzing gibt einfache Antworten, die er mit Fakten belegt und fragt dann auch gleich: „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“. Mit seiner Science-Faction zeigt er verschiedene Visionen auf, wie wir es trotzdem schaffen können, mit dem Klimawandel zu leben oder ihn zu überleben. Sicher, es macht Mut, von ihm erzählt zu bekommen, welche Technologien es schon heute gibt, die dann die Welt retten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thinking-circular.com/de/literaturhinweis-sience-faction-klimawandel/">Literaturhinweis Sience-Faction</a> erschien zuerst auf <a href="https://thinking-circular.com/de/">Thinking Circular</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Frank Schätzing schenkt Neueinsteigern ins Thema Klimawandel Visionen – ob die gefallen, steht jedoch in den Sternen</h4>
<p>Warum bloß sollten wir Klimawandel bekämpfen? Frank Schätzing gibt einfache Antworten, die er mit Fakten belegt und fragt dann auch gleich: „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“. Mit seiner Science-Faction zeigt er verschiedene Visionen auf, wie wir es trotzdem schaffen können, mit dem Klimawandel zu leben oder ihn zu überleben.</p>
<p>Sicher, es macht Mut, von ihm erzählt zu bekommen, welche Technologien es schon heute gibt, die dann die Welt retten sollen. Stellt sich trotzdem die Frage, warum gerade Technologie den Klimawandel verhindern soll, waren es doch die Technologien der Industrialisierung, die den Klimawandel verursacht haben.</p>
<p>Deshalb und nicht nur deshalb hat Schätzings Science-Faction einen Haken. Seine Elemente einer Zukunftsvision sind nicht gerade Main-Stream tauglich. Was an sich noch kein Problem wäre, denn grüne Ideen waren noch nie sofort Teil des Main-Streams. Aber so wenig wie es vorstellbar sein soll, dass Menschen auf Eigentum, besonders auf ein eigenes Auto verzichten, so schwer ist es vorstellbar, dass es nur noch künstliches Fleisch aus Petri-Schalen-Zucht gibt. Oder wir uns wie in Schätzings Zukunftswelt von Inter-Dimensionalen KI- Applikationen genau diese in Parallelwelten zeigen lassen. Auch die solaren Strahlungs-Management-Sulfate, die als Schutzschirm in die Atmosphäre gepustet werden und per Geoengineering die Welt retten sollen, machen nicht den Eindruck einer von einer breiten Mehrheit akzeptierten Lösung. Wie soll denn Klimaschutz Main-Stream fähig sein, wenn die Visionen des Klimaschutzes es gerade nicht sind?</p>
<h4>Warum sollten wir das Klima schützen und unser Verhalten ändern?</h4>
<p>Schätzing ist einer der meist gelesenen Autoren in Deutschland. Seine eindeutige Positionierung zum Klimaschutz, seine klare deutliche Sprache, die Reduktion der Fakten auf wenig wesentliches Wissen führen hier dazu, den Wahnsinn unseres Handelns zu verdeutlichen. Und die Visionen des Überlebens, welche nur Abbilder des wahnsinnigen Technologietreibens sind, schrecken auf oder ab. Sie lassen die LeserInnen mit einer unfassbaren Frage zurück: Warum können wir denn nicht einfach mal die Welt retten? Die Antwort liefert Schätzing ja mit: Es geht gar nicht um Welt Rettung. Die Welt wird noch da sein, wenn der Klimawandel uns Menschen längst dahingerafft hat.</p>
<p>Und das beantwortet die Frage des „Warum?“ – „Warum sollten wir das Klima schützen und unser Verhalten ändern?“ Genau darum: Weil die technologischen Visionen nicht lebenswert erscheinen. Das sagt Schätzing nicht – das sagt er eigentlich nie, das spüren wir als Leser nur. Also besser doch nicht abwarten, bis Technologien gefunden werden, die das nicht schaffen, was Technologie vorher schon nicht konnte? Sondern doch etwas gegen den Klimawandel unternehmen? Ganz sicher! Und genau das ist die Botschaft von Schätzing. Deshalb gefällt mir sogar sein Stil.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thinking-circular.com/de/literaturhinweis-sience-faction-klimawandel/">Literaturhinweis Sience-Faction</a> erschien zuerst auf <a href="https://thinking-circular.com/de/">Thinking Circular</a>.</p>
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