{"id":3647,"date":"2021-02-17T16:37:15","date_gmt":"2021-02-17T15:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/thinking-circular.com\/?p=3647"},"modified":"2021-02-17T16:37:15","modified_gmt":"2021-02-17T15:37:15","slug":"homo-circularis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thinking-circular.com\/de\/homo-circularis\/","title":{"rendered":"#Homo Circularis"},"content":{"rendered":"<div>\n<h3>Von Zirkularit\u00e4t und Realit\u00e4t. Und was das alles mit Bananenbrot zu tun hat.<\/h3>\n<\/div>\n<div>\n<h4>Eveline Lemke, Charl\u00e9ne Nessel<\/h4>\n<\/div>\n<div>\n<p>Welche Aussage beschreibt die Zukunft der\u00a0<em>Circular Economy<\/em>\u00a0am ehesten? Die Realit\u00e4t wird zirkul\u00e4r? Oder wird Zirkularit\u00e4t real? Besteht da ein Unterschied? Und stimmt das \u00fcberhaupt? Sind wir nicht noch Meilen entfernt von einer\u00a0<em>Circular Economy<\/em>?<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Die\u00a0<em>Circular Economy<\/em>\u00a0und der Green Deal sind das von Ursula von der Leyen gew\u00e4hlte gro\u00dfe Thema der EU. Es st\u00f6\u00dft bisher auch kaum auf Kritik, denn es verspricht gr\u00fcne Wachstumsm\u00f6glichkeiten und erreicht neue Zielgruppen. Zudem liefert es Antworten, wie wir vielleicht doch auf diesem Planeten \u00fcberleben k\u00f6nnen. Die Nachhaltigkeitsbewegung hat jedoch in den letzten 35 Jahren erfahren, dass die Entkopplung des Wachstums vom Ressourcenverbrauch eine schwierige Sache ist. Zudem ist die Gefahr, im Green Deal vor lauter Green Buzzwords und Green Washing verloren zu gehen, sehr gro\u00df. Kann die\u00a0<em>Circular Economy\u00a0<\/em>Antworten liefern, die Orientierung im gr\u00fcnen Dschungel bieten?<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><strong>Warum wir die\u00a0<\/strong><em><b>Circular Economy<\/b><\/em><strong>\u00a0neu beschreiben m\u00fcssen: Verwirrung in der Neo-\u00d6kologie\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Aktuell liegt eine Darstellung des Zukunftsinstituts auf dem Tisch, welche sogenannte Buzz-Words und Trends auf einer Karte darstellt, die wie eine Karte der Berliner U-Bahn aussieht.\u00a0<em>Bio Boom, Sharing Economy, Lebensqualit\u00e4t, Achtsamkeit, Green Tech, Social Business, Post-Wachstums\u00f6konomie, Sinn-\u00d6konomie, Post-Carbon Gesellschaft, Circular Economy, Zero-Waste<\/em>\u00a0uva. Die Zukunftsforscher haben diese Megatrends der\u00a0<em>Neo-\u00d6kologie<\/em>\u00a0als Haltestellen auf die Karte gebracht. Jede Umstiegsoption ist eine Schnittstelle zwischen zwei Trendbegriffen. Wer in die U-Bahn-Linie Neo-\u00d6kologie einsteigt, f\u00e4hrt an Buzz-Word-Stationen vorbei.<\/p>\n<div>\n<div id=\"attachment_3652\" style=\"width: 782px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3652\" class=\"wp-image-3652 size-full\" src=\"https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Ausschnitt_Megatrend-Map._Quelle_Zukunftsinstitut..jpg\" alt=\"\" width=\"772\" height=\"481\" srcset=\"https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Ausschnitt_Megatrend-Map._Quelle_Zukunftsinstitut..jpg 772w, https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Ausschnitt_Megatrend-Map._Quelle_Zukunftsinstitut.-300x187.jpg 300w, https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Ausschnitt_Megatrend-Map._Quelle_Zukunftsinstitut.-768x479.jpg 768w, https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Ausschnitt_Megatrend-Map._Quelle_Zukunftsinstitut.-700x436.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 772px) 100vw, 772px\" \/><p id=\"caption-attachment-3652\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: \u201eMegatrend Map \/ Megatrend Dokumentation 2018 \/ Zukunftsinstitut GmbH\u201c<\/p><\/div>\n<p>Es entsteht der Eindruck, dass die Neo-\u00d6kologie eine Einbahnlinie sei. Wer umsteigt, verl\u00e4sst die Nachhaltigkeit. Aber Nachhaltigkeit umfasst 17 Ziele und damit mehr als nur einen Zukunftstrend. In der Karte mehrere gr\u00fcne Ideen und andere wichtige systemische Trends gleichzeitig zu erreichen, ist aber unm\u00f6glich. Wozu dient eine Karte? Karten sollen Orientierung geben. Sie sollen uns Menschen helfen, ans Ziel zu kommen. Aber die Karte verwirrt. Zugleich spiegelt die Karte des Zukunftsinstituts die \u00f6ffentliche Wahrnehmung. Ist die Karte nur die verzerrte Wahrnehmung der \u00d6ffentlichkeit oder dr\u00fcckt genau diese\u00a0<em>Verwirrung\u00a0<\/em>die Notwendigkeit aus, Klarheit in die Diskussion um Zukunftsbegriffe und die Einbettung von nachhaltigen Begriffen zu erlangen?<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Deshalb ist gerade jetzt die Zeit, ein paar Klarstellungen zur Philosophie der Circular Economy vorzunehmen und es ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, einige Voraussetzungen f\u00fcr eine\u00a0<em>Circular Society<\/em>\u00a0zu beschreiben, die als Begriff noch g\u00e4nzlich auf der Karte fehlt. Es macht Sinn, sich erst wesentliche Unterschiede der Circular Economy zu klassischen Wirtschaftsphilosophien in Erinnerung zu rufen und dann auf politische Ma\u00dfnahmen und Ziele der EU einzugehen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Die bisherigen Wirtschaftsphilosophien waren allesamt nicht nur naturvergessen, sie haben auch den Menschen in seinem Wesen auf wenige Motivationstreiber reduziert. Es wurde angenommen, der Mensch sei ein\u00a0<em>Homo oeconomicus<\/em>. Nach Darwin w\u00fcrde er nur als St\u00e4rkerer \u00fcberleben. Mit\u00a0<em>Geiz und Gier<\/em>\u00a0seine ureigenen \u00dcberlebensinteressen durchzusetzen \u2013 was durchaus auch menschlich ist -, rechtfertigte in den klassischen \u00f6konomischen Wissenschaften die Verfeinerung der Instrumente zur Ausbeutung des Planeten und auch der eigenen Spezies. Jede Managementtechnik kann zum Guten und zum B\u00f6sen angewendet werden. Ziel und Kontext sowie die gefassten Entscheidungen bestimmen, ob das Ergebnis ein Gutes oder ein Schlechtes ist. Das setzt aber voraus, dass jeder Technik auch eine Ethik mitgegeben wird. Es setzt auch voraus, dass wir lernen in Systemen zu denken und uns trauen systemische Szenarien als Entscheidungsgrundlagen heranzuziehen. Die\u00a0<em>Circular Economy\u00a0<\/em>er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit<em>,\u00a0<\/em>hier eine Br\u00fccke zu bauen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Der Spiegel des\u00a0<em>Unmenschlichen<\/em>\u00a0kann uns Erkenntnis dar\u00fcber bringen, wie wir uns aus innerem Antrieb verhalten wollen. Wenn unser innerer Antrieb nicht durch ethische, emotionale, empathische Grunds\u00e4tze gespeist wird, sondern aus dem Anspruch h\u00f6her, schneller, weiter zu kommen, zeichnen sich die Konsequenzen ab: Der Klimawandel als Spiegel unserer Naturvergessenheit; steigende Anspr\u00fcche, mangelndes Selbstbewusstsein und vermehrte Depressionen als Spiegel unseres sozialen Dilemmas durch Social Media und Co.; industrielle Schlachtanlagen als Spiegel unserer Entfremdung von Empathie und Gef\u00fchlen zwischen Mensch und Tier. Die Aufz\u00e4hlung k\u00f6nnte hier weiter gehen und lang werden.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Damit wir im Einklang mit der Natur auf diesem Planeten existieren k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir unsere Technik mit Ethik kombinieren. Nur so entsteht eine neue gesellschaftliche Utopie, die uns einen anderen Spiegel vorh\u00e4lt: Wirtschaften ohne die Grenzen des Wachstums zu sprengen. Social Media Influencer, die ihre Reichweite nicht nutzen, um ihr tolles Leben zur Schau zu stellen und zu zeigen, was h\u00f6her, schneller, weiter heute bedeutet, sondern um\u00a0<em>Positive Impact<\/em>\u00a0f\u00fcr den Planeten und uns Menschen zu erzeugen. Eine Ern\u00e4hrung, die nicht Leid und Krankheit unterst\u00fctzt, sondern andere Lebewesen und diesen Planeten mit Respekt behandelt. Zum Beispiel, indem wir Blaubeerkuchen statt Bananenbrot backen. Das ist genauso lecker, regional und verbraucht weniger Ressourcen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Alle Debatten zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise drehen sich im Kern darum, der wirtschaftlichen Technik eine Moral zu verleihen, also Abstand zu nehmen von Ausbeutung, Naturvergessenheit und Unmenschlichkeit. Die Philosophie der\u00a0<em>Circular Economy<\/em>\u00a0unterscheidet sich deshalb von bisherigen Wirtschaftsphilosophien, da sie der Natur eine eigene Rolle zuschreibt, die einen eigenen Wert besitzt. Sie geht von der Annahme eines emotionalen Menschen aus, der sich auch rational, intelligent und lernend verh\u00e4lt. Sie geht nicht nur davon aus, dass wir als Homo Sapiens durch unseren IQ gepr\u00e4gt sind, sondern auch durch unseren EQ, also unsere emotionale Intelligenz. Der\u00a0<em>Homo Circularis<\/em>\u00a0wird damit zu einem Element im nat\u00fcrlichen System und ist nur eine von vielen Spezies dieser Zeit.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>In einer\u00a0<em>Circular Society<\/em>\u00a0werden die Menschen bef\u00e4higt, sich in Systeme einer Welt gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeiten, Beziehungsgeflechte, nat\u00fcrlicher Regeln und Besonderheiten einzuordnen. Die Menschen in dieser zirkul\u00e4ren Utopie stellen sich nicht auf eine hierarchisch h\u00f6here Stufe, als alle anderen Spezies dieser Welt. Sie spielen nicht st\u00e4ndig\u00a0<em>Blame Game<\/em>. Sie haben Respekt und \u00fcbernehmen Verantwortung f\u00fcr Fehler. Sie sind darauf trainiert, resiliente \u00dcberlebensmechanismen zu erwerben. Und sie wissen, sie sind Gleiche unter Gleichen. Sie f\u00fchlen sich als Teil eines Ganzen. So praktizieren sie respektvollen Umgang mit dem Leben auf diesem Planeten.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Viele Menschen der gr\u00fcnen Bewegung w\u00fcrden jetzt vielleicht schon zustimmen und f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, ein\u00a0<em>Homo Circularis<\/em>\u00a0zu sein. Schlie\u00dflich trennen sie M\u00fcll, tragen zur Energiewende bei, sparen Strom, \u00e4ndern ihr Mobilit\u00e4tsverhalten und steigen vom Diesel auf ein e-Auto um oder treten sogar zum Veganismus \u00fcber. Das sind alles gute Schritte f\u00fcr den Eintritt in eine\u00a0<em>Circular Society<\/em>. Denn damit erweitern wir unser Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft. Was noch fehlt, ist ein emotionales Grundverst\u00e4ndnis. Wir m\u00fcssen begreifen, dass eine\u00a0<em>Circular Society\u00a0<\/em>nur existieren kann, wenn wir verstehen, dass wir eben nicht rein rational ticken, so wie wir als\u00a0<em>Homo oeconomicus<\/em>\u00a0beschrieben werden, sondern dass wir Menschen sind, die nicht nur Fleisch und Blut, sondern auch Bauchgef\u00fchl, Unterbewusstsein und Energie sind. \u00a0Keine lineare Einbahnstra\u00dfe, sondern vielmehr ein Netzwerk, in dem Natur und die Lebewesen auf diesem Planeten miteinander verbunden sind. Unsere Aufgabe ist es, die\u00a0<em>Circular Economy<\/em>\u00a0nicht weiter von hinten aufzuz\u00e4umen, indem wir erst die Technik, dann die Gesellschaft und dann den Einzelnen betrachten. Sondern mit dem zu beginnen, was uns selbst betrifft, also auch mit und bei uns selbst. Wie sollen wir sonst ein System ver\u00e4ndern, in dem wir uns selbst gefangen halten? Das hat schon Gandhi erkannt: \u201eVer\u00e4ndere dich und du ver\u00e4nderst die Welt.\u201c Aber eben nicht, indem wir zuhause (zwar auch, aber nicht nur) den M\u00fcll richtig trennen, sondern indem wir uns auf die Suche nach unserer Naturverbundenheit machen. Jeder\u00a0<em>Homo Circularis<\/em>, der Antworten darauf findet, bildet den Grundstein f\u00fcr eine funktionierende Circular Society, in der eine Circular Economy funktionieren kann.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><strong>Wie die neue Beschreibung gelingen kann: Herausforderungen f\u00fcr die\u00a0<\/strong><em><b>Circular Economy<\/b><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Am Anfang der neuen Beschreibung einer Circular Economy steht der Homo Circularis, der sich beim Aufbau der neuen Utopie einige Mindset-Fragen stellen muss: Wie gelingt der sozial-\u00f6kologische Umbau? Was bedeutet Circular Economy? Wie soll die Zukunft eines guten Lebens aussehen? Auf der Suche nach Antworten muss er sich radikalen Glaubenss\u00e4tzen stellen. Auf der einen Seite stehen die Kritiker der \u00f6kologischen Modernisierung. Sie glauben nicht an den Klimawandel und haben Angst vor Ver\u00e4nderungen. Eine \u00f6kologische Transformation sei weder notwendig, noch m\u00f6glich, sagen sie. &#8222;<em>Wir k\u00f6nnen doch nicht zur\u00fcck unter den Stein kriechen<\/em>.&#8220; Auf der anderen Seite stehen die Technologie-Kritiker. Eine\u00a0<em>Circular Economy<\/em>\u00a0sei nicht genug, denn wir w\u00e4ren ja immer noch abh\u00e4ngig von Technik, die uns immer wieder in Rebound-Fallen lockt: &#8222;<em>Gr\u00fcne Technologien k\u00f6nnen nicht funktionieren, wir technologisieren uns nur noch tiefer in die Misere<\/em>.&#8220; Beide Stimmen sind berechtigt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, zwischen\u00a0<em>Unter den Stein kriechen<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Gr\u00fcnen Technologien, die die Natur weiter ausbeuten<\/em>. Fortschritt bedeutet, aus Fehlern zu lernen. Die\u00a0<em>Circular Economy<\/em>\u00a0ist eine Weiterentwicklung \u00f6konomischer Philosophie, die eine Br\u00fccke bauen soll, zwischen einer hoch technokratischen Welt voller Abh\u00e4ngigkeiten und Empathiemangel hin zu den Gesetzen der Natur.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Die noch zu l\u00f6senden Aufgaben am Beispiel der Energiewende zeigen das Dilemma der Rebound-Effekte: Auch wenn Verbrauchsstoffe erneuerbar hergestellt werden und zur Minderung des Treibhauseffektes beitragen, sind die Energieerzeugungsanlagen noch lange nicht naturvertr\u00e4glich. Auch sie m\u00fcssen technisch kreislauff\u00e4hig werden. Das hei\u00dft Windkraftanlagen und Solaranlagen m\u00fcssen recyclingf\u00e4hig sein. Nur so k\u00f6nnen sie dauerhaft in der wirtschaftlichen Nutzung belassen werden. Denn gerade die seltenen Metalle, die mit gro\u00dfen Anteilen in Windkraftanlagen, PV-Modulen oder E-Autos stecken, werden bald so nachgefragt sein, wie \u00d6l es einmal war. Wir m\u00fcssen sie auch aus Produkten zur\u00fcckholen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen nutzen statt zu verbrauchen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Im Spiegel der menschlichen Grausamkeit unseres Wirtschaftens sehen wir, wie j\u00e4hrlich fast 100 Milliarden Tonnen Rohstoffe aus diesem Planeten gegraben werden. Nicht einmal 9 % davon bleiben im wirtschaftlichen Kreislauf. Die unvorstellbare Dimension von \u00fcber 90 Milliarden Tonnen Rohstoffen pro Jahr verschwinden in unbekannten Nutzungen, als Abfall in der Landschaft oder als verbrannte Emissionen in der Luft. Kupfer- oder Titanminen in Chile oder China machen uns extrem deutlich, wie die Gr\u00fcnen Technologien den Tribut an der Natur fordern. Hier liegen Aufgaben vor uns, sonst werden wir die Vision einer Welt ohne Abfall im Green Deal nicht erreichen. Dann machen wir weiter, was Generationen vor uns bereits nicht l\u00f6sen konnten \u2013 nur ein wenig anders, indem wir die Naturzerst\u00f6rung auf gute moralische Grunds\u00e4tze bauen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission ist bei der Definition der Circular Economy sehr konkret geworden, das hat \u00fcberrascht. Ihre Definition stammt aus dem Jahr 2017. Sie schreibt uns das L\u00f6sen der o.g. Aufgabe damit ins Pflichtenheft. Und sie entspricht dem Denkmodell der Philosophie fast g\u00e4nzlich.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Danach soll in einer \u00d6konomie der Wert von Produkten und Materialien so lange wie m\u00f6glich erhalten bleiben. Abfall und Ressourceneinsatz m\u00fcssen minimiert werden. Der Stoffkreislauf soll innerhalb des \u00f6konomischen Systems geschlossen werden, so dass Produkte, welche das Ende ihrer Nutzungsphase erreicht haben, wieder als Ressource dienen, um auch in der Zukunft Werte zu schaffen. Was in der Definition zwar fehlt, aber die EU eingeleitet hat, ist, dass es zuk\u00fcnftig keine gef\u00e4hrlichen Substanzen mehr geben darf, die im Umlauf sind. Alle giftigen Stoffe sollen aus dem Wirtschaftskreislauf ausgeschleust und vernichtet werden. Die Vision einer Welt ohne Abfall ist damit zwar nicht deutlich formuliert, aber ausgeschlossen ist sie nicht. Vor allem gehen die Schritte in die richtige Richtung. Ein Schritt w\u00e4re das Ende der M\u00fcllverbrennung, sobald alle gef\u00e4hrlichen Substanzen ausgeschleust wurden. Damit schlie\u00dft sich die Frage an, ob der strategische Ausstieg aus der M\u00fcllverbrennung nicht schon heute verhandelt werden muss?<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Die EU hat noch viel zu tun, um das Ziel zu erreichen. Und die Entscheider wissen das auch, denn Europa hat einige Erfahrung und auch schon viel Zeit f\u00fcr die Entwicklung der Circular Economy aufgewendet. Bereits 1975 hat die EU die erste Richtlinie zum Abfallmanagement herausgegeben und 1996 weitreichende Kreislauf-Richtlinien. In 2005 ist dann die Schlie\u00dfung der Deponien in Europa verk\u00fcndet worden. Seit 2017 gibt es eine EU-Plastik-Strategie und 2019 trat das EU-Circular Economy Package in Kraft. \u00a0Das ist Grund zur Freude f\u00fcr die Community der C2C-Innovatoren. Sie k\u00f6nnen Hoffnung sch\u00f6pfen, dass endlich auch die \u00d6ko-Design Richtlinien angepasst werden und vor allem in den Mitgliedsstaaten greifen. Das C2C nach dem Designprinzip von Prof. Dr. Michael Braungart gibt vor, wie optimale Produkte f\u00fcr eine Circular Economy kreiert werden sollen, damit eine saubere und endlose Nutzbarkeit gew\u00e4hrleistet ist. Wer sich mit C2C auseinandersetzt, findet schnell das einfache Prinzip eines biologischen und eines technischen Kreislaufes heraus, wonach Verbrauchsmaterialien dem biologischen und Nutzungsg\u00fcter dem technischen Kreislauf zugeordnet werden d\u00fcrfen. Beispiel ist hier wieder die Energiewende. Wenn erneuerbare Energie aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse hergestellt wird und als Verbrauchsgut zum Einsatz kommt, so sollten die technischen Anlagen zur Erzeugung nicht toxisch sein, aber langlebig, zerlegbar, reparierbar und recycelbar. Deshalb finden in der C2C Welt vor allem Monomaterialien Verwendung, die nicht geklebt, sondern nur geschraubt werden, damit vom Design her alles reparierbar bleibt. Schlie\u00dflich bietet das RESOLVE-Prinzip eine gute theoretische Grundlage, die wie ein \u00f6konomisches Werkzeug funktioniert. <span lang=\"EN-US\">RESOLVE steht f\u00fcr (<strong>RE<\/strong>new,\u00a0<strong>RE<\/strong>use,\u00a0<strong>RE<\/strong>pair,\u00a0<strong>RE<\/strong>furbish,\u00a0<strong>RE<\/strong>cycle,\u00a0<strong>S<\/strong>hare,\u00a0<strong>O<\/strong>ptimize, Close the\u00a0<strong>L<\/strong>oop,\u00a0<strong>V<\/strong>irtualize,\u00a0<strong>E<\/strong>xchange).<\/span><\/p>\n<div>\n<p>Eine Hauptaufgabe der Circular Economy ist die \u00dcberwindung des Rebound-Effektes. Hierbei ist \u00d6ko-Effektivit\u00e4t das Schlagwort. Der Rebound-Effekt entsteht unbeabsichtigt. Als im Zuge der ersten industriellen Entwicklungsphase die Kohle das F\u00e4llen von B\u00e4umen zur Energiegewinnung abl\u00f6ste und man sich erhoffte, dass sich die W\u00e4lder Europas erholen w\u00fcrden, drohten in London die Menschen bereits durch die Emissionen der Kohle zu ersticken. Also l\u00f6ste das Erd\u00f6l die Kohle ab, sp\u00e4ter die Atomenergie. Was aber folgte, war die immer schnellere Entwicklung und das Verschlingen von mehr und mehr Ressourcen. Von der Entkopplung von Ressourcen ist nicht viel zu sp\u00fcren. Und genau das gef\u00e4hrdet unsere eigene Existenz. Jetzt ist es Zeit, dass der\u00a0<em>Homo Circularis<\/em>\u00a0seinen IQ, seinen EQ und seine Lernf\u00e4higkeit unter Beweis stellt!<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><strong>Was wir tun m\u00fcssen, um die\u00a0<\/strong><em><b>Circular Economy\u00a0<\/b><\/em><strong>real werden zu lassen: Recyclingquoten oder EU-Plastik-Steuer \u2013 was wirkt besser? Eine Debatte, die sich im Kreis dreht, wenn Politik nicht entscheidet.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Anfang November konnten sich die Organe der EU auf den n\u00e4chsten langfristigen Haushalt 2021-2027 einigen \u2013 ein Bestandteil ist eine Plastiksteuer, die zum 1. Januar 2021 greifen sollte. Da schien es noch, als w\u00fcrde die chinesische Green Fence Politik Europa in Bewegung setzen. Aber der Schein tr\u00fcgt: Die deutsche Debatte zieht ihre Kreise langsam und die Bundesregierung ignoriert das Thema Circular Economy. Einzig der Umgang mit Plastikt\u00fcten wurde gerade im Bundestag beraten und entschieden \u2013 es sollen weniger davon im Umlauf sein. Aber das reicht nicht aus!<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Wer jetzt auch noch daran denkt, dass Konsument*innen die Steuer wahrnehmen w\u00fcrden, und sie deshalb eine Lenkungswirkung entfalten k\u00f6nnte, der irrt. Denn im Rahmen des am 10. November 2020 beschlossenen Multiannual Financial Frameworks der EU (kurz: MFF) werden Beitr\u00e4ge der EU-Mitgliedstaaten auf Basis der Menge nicht recycelter Kunststoffverpackungsabf\u00e4lle berechnet. Das macht klar, dass es sich nicht um eine Steuer handeln kann, sondern dass sie eine Berechnungsmethode ist, die den EU-Haushalt und deren nationale Beitr\u00e4ge dazu regelt. Nennen wir sie also Abgabe. Sie wird ca. 800 \u20ac pro Tonne nicht recycelter Kunststoffverpackungen kosten und soll die Sammel- und Recyclingma\u00dfnahmen erh\u00f6hen. Die aktuelle Debatte der Industrie dar\u00fcber, ob Produktpolitik hier besser greifen w\u00fcrde, als materialspezifische Quoten, scheint in eine Scheindebatte zu mutieren.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Es ist offensichtlich, dass die Bundesregierung nicht entschieden genug voran geht. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise k\u00f6nnte sie die gebeutelte Recyclingindustrie durch Zusch\u00fcsse f\u00fcr Investitionen in Sortieranlagen oder die Hersteller f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Produktp\u00e4ssen zur Nachverfolgung von Produkten und Material unterst\u00fctzen. Hier k\u00f6nnen Potentiale direkt gehoben werden. Wir werden uns des gesamten Instrumentarienkastens der Regulatorik bedienen m\u00fcssen, um weiter zu kommen. Dazu z\u00e4hlt nicht nur eine ambitionierte Erh\u00f6hung von Sammel- und Recyclingquoten, auch Produktverbote von Einwegproduktverpackungen (die immerhin 40 % an Kunststoffabf\u00e4llen ausmachen) und eine \u00d6kodesignrichtlinie, die h\u00e4lt, was der Name verspricht, m\u00fcssen kommen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Bis 2050 eine Industrie zu entwickeln, die im Kreislauf funktioniert ist keine Utopie. Das ist eine realistische Vision. Aber es braucht viele, die das verstanden haben und daran mitwirken.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Circular Economy bis 2050 &#8211; Was bedeutet das noch? J\u00fcngste Studien zum Verbrauch von Ressourcen auf unserem Planeten zeigen, dass bis zu 100 Mrd. Tonnen Material, Fl\u00fcssigkeiten oder Stoffe von diesem Planeten entnommen werden, um unsere industriellen Bed\u00fcrfnisse zu befriedigen. Nat\u00fcrlich sind Trink- und Industriewasser sowie Biomasse die Materialien, die wir heute als am ehesten zirkul\u00e4re bezeichnen k\u00f6nnen. Erst ab Platz drei folgen dann verschiedene Metalle, Papier oder etwa Asphalt. Insgesamt flie\u00dfen nicht einmal 9 % aller Produkte in einem Kreislauf. Und die Wissenschaft hat nur unzureichend Informationen dar\u00fcber, wo j\u00e4hrlich 90 Mrd. Tonnen Stoffe und Materialien verblieben sind, die wir vorher aus dem Planeten entnommen haben. Wie kann das sein?<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Anl\u00e4sslich des 5. Europ\u00e4ischen Ressourcenforums 2020 wurde deshalb der Ruf nach einem \u201eIntergovernmental Panel for Resources\u201c immer lauter. \u00c4hnlich der Forschungsarbeit f\u00fcr das Klima durch das IPCC (Intergovernmental Panel for Climate Change) k\u00f6nnte dann die Wissensarbeit auf diesem Planeten dazu beitragen, die Circular Economy zu entwickeln. Hoffnung macht, dass j\u00fcngst die Anzahl der beobachteten Forschungsarbeiten gestiegen ist. Wenn noch vor wenigen Jahren nur ca. 300 Ver\u00f6ffentlichungen zu Kreislaufthemen erschienen, so waren es im letzten Jahr rund 3000. Immerhin ein Anfang. Aber das wird nicht reichen, um das Thema ad\u00e4quat zu beschreiben oder gar zu l\u00f6sen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Die \u00f6konomische Dimension der Lenkungsmechanismen birgt Kommunikationsbedarf. Prof. Stahl lehrt als Baustein der Circular Economy die \u201ePerfomance Economy\u201c. Er beschreibt, wie eine \u00d6konomie, die wieder mehr repariert, umbaut und ausbaut als in einer Wegwerf-Gesellschaft, auch h\u00f6here L\u00f6hne und Geh\u00e4lter f\u00fcr eben diese Dienstleistungen, also die Performance, gezahlt werden m\u00fcssen. Die Senkung oder sogar Abschaffung von Steuern auf Arbeit macht als Lenkungsinstrumentarium vor diesem Hintergrund pl\u00f6tzlich richtig viel Sinn. Die zirkul\u00e4ren Business-Cases um Sharingmodelle, benutzen statt besitzen und \u201eproduct as a service\u201c passen hier gut hinein. Die Besteuerung von C02 oder treibhaussch\u00e4dlichen Gasen erg\u00e4nzt das Lenkungsinstrument. So wird die\u00a0<em>Circular Economy\u00a0<\/em>konkret. Und wie sollte eine Zukunft ohne\u00a0<em>Circular Economy\u00a0<\/em>\u00fcberhaupt aussehen?<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Am Ende ist die Realit\u00e4t, dass es ohne Zirkularit\u00e4t nicht geht. Und dass eine Zirkularit\u00e4t nicht existieren kann, ohne sich in die Realit\u00e4t einzubetten. Ein\u00a0<em>Business-As-Usual<\/em>\u00a0wird nicht funktionieren, genauso wenig wie die Vorstellung, wir k\u00f6nnten uns g\u00e4nzlich von bisherigen Annehmlichkeiten verabschieden. Wir brauchen eine Br\u00fccke. Die\u00a0<em>Circular Economy\u00a0<\/em>kann diese Br\u00fccke bilden. Aber eine \u00f6konomische Theorie der Zirkularit\u00e4t wird erst Realit\u00e4t, wenn wir als Mensch ins Handeln kommen. Wie handelt ein\u00a0<em>Homo Circularis?\u00a0<\/em>Er repariert, statt wegzuwerfen. Er baut Gem\u00fcse an, statt zu importieren. Er spricht \u00fcber Themen der Selbstverwaltung. Hier ist Raum f\u00fcr Diskussion, wie wir uns als\u00a0<em>Homo Circularis\u00a0<\/em>in eine\u00a0<em>Circular Society\u00a0<\/em>einbringen. Um gemeinsam die Br\u00fccke in eine enkeltaugliche Zukunft zu bauen.<\/p>\n<\/div>\n<p>So, was hat das alles jetzt nochmal mit Bananenbrot zu tun? Eigentlich nichts. Aber irgendwie auch alles. Es geht um die kleinen Dinge im Leben und die Frage, wie gutes Leben aussehen kann. Und wie sch\u00f6n w\u00e4re eine\u00a0<em>Circular Society<\/em>, in der wir gelernt haben, mehr auf unser \u201eBauch\u201c-Gef\u00fchl zu h\u00f6ren und\u00a0<em>Circular Impact\u00a0<\/em>direkt selbst zu kreieren? Und Bananenbrot klang halt einfach saftiger als \u201eeine philosophische Abhandlung \u00fcber die Grenzen der Circular Economy\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Zirkularit\u00e4t und Realit\u00e4t. Und was das alles mit Bananenbrot zu tun hat. Eveline Lemke, Charl\u00e9ne Nessel Welche Aussage beschreibt die Zukunft der\u00a0Circular Economy\u00a0am ehesten? Die Realit\u00e4t wird zirkul\u00e4r? Oder wird Zirkularit\u00e4t real? Besteht da ein Unterschied? Und stimmt das \u00fcberhaupt? Sind wir nicht noch Meilen entfernt von einer\u00a0Circular Economy? Die\u00a0Circular Economy\u00a0und der Green Deal sind das von Ursula von der Leyen gew\u00e4hlte gro\u00dfe Thema der EU. Es st\u00f6\u00dft bisher auch kaum auf Kritik, denn es verspricht gr\u00fcne Wachstumsm\u00f6glichkeiten und erreicht neue Zielgruppen. 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