{"id":3686,"date":"2021-02-26T16:11:20","date_gmt":"2021-02-26T15:11:20","guid":{"rendered":"https:\/\/thinking-circular.com\/?p=3686"},"modified":"2021-02-26T16:34:12","modified_gmt":"2021-02-26T15:34:12","slug":"homo-circularis-das-resultat-einer-entwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thinking-circular.com\/de\/homo-circularis-das-resultat-einer-entwicklung\/","title":{"rendered":"Homo Circularis \u2013 das Resultat einer Entwicklung"},"content":{"rendered":"<h3>\u00dcber resiliente Erdlinge, Stewarts aller Dinge, die lieben, lernen und das gute Leben suchen<\/h3>\n<p>Die Circular Economy bietet bereits einige Antworten auf die Frage, wie in der Zukunft Wirtschaft funktionieren kann. Sie ist aber an vielen Stellen auch noch nicht komplett durchdacht. So fehlt es noch an der Definition eines Menschenbildes, das ihr zugrunde liegt. Wie m\u00fcsste der Mensch sein oder handeln, wenn die Theorie der Circular Economy real wird? Wir wagen deshalb den Versuch der Formulierung, die wir dann logisch auch als <em>Homo Circularis<\/em> bezeichnen.<\/p>\n<p>Aber bevor wir dieses Bild beschreiben, werfen wir noch einen Blick auf Menschenbilder, welche Grundlagen f\u00fcr andere Wirtschaftstheorien oder Gesellschaftsmodelle bildeten. Sie erm\u00f6glichen eine Abgrenzung. Sie lassen zu, dass wir das Menschenbild in einen historischen Kontext stellen und damit auch in die sich ver\u00e4ndernden Paradigmen einordnen. Dieser Blogbeitrag bildet damit einen Einstieg ins Thema und ist eine Einladung, mit uns zusammen daran weiter zu arbeiten.<\/p>\n<p>Ausgang bildete f\u00fcr uns Yuval Noah Harari. Er beschreibt in seinem 2015 erschienenen Buch \u201eEine kurze Geschichte der Menschheit\u201c die Entwicklung vom <em>Homo Sapiens<\/em> hin zum <em>Homo Deus<\/em>.<\/p>\n<p>Harari erkl\u00e4rt darin, wie die menschliche Spezies die Erde erobern konnte und das Zeitalter des Antropoz\u00e4ns entstehen konnte. Der darin beschriebene <em>Homo Deus<\/em> besitzt quasi gottgleiche F\u00e4higkeiten, mit denen er nicht nur sch\u00f6pferisch, sondern auch zerst\u00f6rerisch umgeht. Und Harari fragt zu Recht nach, wo vor lauter Sch\u00f6pfungskraft des <em>Homo Deus<\/em> die Religionen und der Humanismus geblieben sind? Sind wir Menschen \u00fcberhaupt noch f\u00e4hig an etwas Gutes zu glauben, um auch gut zu handeln? Die Frage ist so grundlegend wie provokant, so generell und alt wie herausfordernd. Und die Beschreibung des <em>Homo Deus<\/em> bietet eine Grundlage zur Abgrenzung unseres Handelns und gelebten Menschenbildes zu einem neuen Narrativ.<\/p>\n<div id=\"attachment_3687\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3687\" class=\"wp-image-3687 size-full\" src=\"https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Spirale-Menschenbilder.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Spirale-Menschenbilder.jpg 768w, https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Spirale-Menschenbilder-300x170.jpg 300w, https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Spirale-Menschenbilder-700x396.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><p id=\"caption-attachment-3687\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Thinking Circular<\/p><\/div>\n<p>Die Reihe von Menschenbildern, die bereits formuliert wurden, hilft uns bei der Entwicklung der Beschreibung eines neuen Menschenbildes. Der <em>Homo Politicus<\/em> wurde von Aristoteles beschrieben. Forscher wie Wolfgang Kullmann \u00fcbersetzen dieses Menschenbild aus dem alten Griechenland als ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes Wesen. Das besondere sei, dass der Mensch selbst Gemeinschaften bilden kann. Andere Forscher und Interpreten von Aristoteles Werk wiederum legen Wert auf die Betonung der menschlichen F\u00e4higkeit, politisch denken zu k\u00f6nnen. Vor dem Hintergrund der im damaligen Griechenland vorherrschenden zwei Gesellschaftsschichten, bestand die Herausforderung der \u00dcberbr\u00fcckung der Unterschiede von Rechten, Chancen, Lebensm\u00f6glichkeiten und Konflikten. Die Gerechtigkeitsfrage war politisch gestellt. Das Ausgestalten gerechter Strukturen wurde zum Gegenstand der Gestaltung des Menschen und ist seither politischer Natur.<\/p>\n<p>Das von Adam Smith entwickelte und durch Nutzentheoretiker weiter ausformulierte Bild des <em>Homo Oeconomicus<\/em> geht davon aus, dass der Mensch auf seinen Nutzen konzentriert handelt und entscheidet. Menschen gehen rational vor, dies ist auch ein Ergebnis der Aufkl\u00e4rung gewesen. Moral bildet dabei einen Kontext und Rahmen, in dem die Handlung vorgenommen wird. Dieses Menschenbild wird von Seiten alternativer \u00d6konomen kritisiert, da es gemeinwohlorientierte Wirtschaftsentscheidungen ausschlie\u00dft, obgleich nachgewiesen ist, dass Menschen durchaus jeher im Sinne des Gemeinwohles entschieden haben. Dies hat ja schon Aristoteles feststellt, denn politisches Handeln ist an der Gesellschaft, also am allgemeinen Wohl orientiert.<\/p>\n<p>Die Industrie\u00f6kologie brachte den <em>Homo Oecologicus<\/em> hervor, der das Menschenbild eines perfekt \u00f6kologisch handelnden Menschen kreierte, aber wirtschaftliche Motivation und Gerechtigkeit nicht implizierte. Vor diesem Hintergrund entstand der <em>Homo Sustinens<\/em>. In diesem Menschenbild ist moralische Verantwortung ebenso bedeutsam, wie soziales Lernen, Altruismus, Kooperation und Kommunikation. \u00d6kologie, Soziales und Gerechtigkeit stehen im Zusammenhang, bilden das Nachhaltigkeitsdreieck ab und verkn\u00fcpfen sich so zu diesem Menschenbild.<\/p>\n<p>Wir wollen auf dem Weg zum <em>Homo Circularis<\/em> ber\u00fccksichtigen, wie sich Paradigmen aktuell ver\u00e4ndern. Paradigmen beschreiben Glaubensgrunds\u00e4tze verschiedener Beziehungen in Systemen wie die Beziehungen von Mensch zur Natur, von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Technik und Identit\u00e4tsfragen.<\/p>\n<p><u>Naturvergessenheit<\/u><\/p>\n<p>Im Antrophoz\u00e4n, also jetzt, in dem uns der Zusammenhang des menschlichen Handelns auf den Klimawandel bewusst wird, wird deutlich, dass wir die Natur nicht nur als Ressource sehen k\u00f6nnen, die ausgebeutet werden kann, wie dies f\u00fcr den <em>Homo Deus<\/em>beschrieben ist. Die Wissenschaft kann uns zur\u00fcck f\u00fchren zur Natur und einem neuen Verst\u00e4ndnis. Wir lernen aktuell, dass Tiere alle Eigenschaften besitzen, die in den alten Menschenbildern nur dem Menschen zugeordnet wurden. Tiere handeln auch sozial, sie haben Gef\u00fchle, dr\u00fccken diese aus und sind rational &#8211; sie gehen auch strategisch vor und sie kommunizieren. Ferner erkennen wir, dass jedes noch so kleine Lebewesen eine Funktion im Erhalt der biologischen Kreisl\u00e4ufe hat, die unsere Lebensgrundlage bildet. Diese Erkenntnisse belegen, dass Mensch und Tiere <em>Mitgesch\u00f6pfe<\/em> auf dem planetarischen Raumschiff Erde sind. Daf\u00fcr hat sich der Begriff <em>Erdling<\/em> oder auch <em>Earthling<\/em> bereits etabliert. <em>Homo Circulari<\/em>s begreifen sich als Mitgesch\u00f6pfe.<\/p>\n<p><u>Technik und Digitalisierung<\/u><\/p>\n<p>Auch unser Verh\u00e4ltnis zu Technik \u00e4ndert sich, wird gleichzeitig intensiver und bringt neue Abh\u00e4ngigkeiten mit sich, wenn sich der Mensch immer mehr mit ihr sogar physisch verbindet. Das individualisierte Handy ist hier eine Metapher f\u00fcr das was wir noch sehen: Menschen tragen technische Ersatzteile in sich, wie Herzschrittmacher oder Geh\u00f6r- oder Sehnerv Implantate. Menschen machen sich selber zu Mensch-Technik-Hybriden, implantieren sich Schl\u00fcssel oder Zahlungschips in ihre Gliedma\u00dfen. Sicher ist hier Interpretationsspielraum, wie diese physische Verbindung gesehen wird. Ist Technik Selbstzweck oder doch ein Hilfsmittel, um uns das Leben zu erleichtern? Das Feld zur Beantwortung dieser Frage ist offen. Wir legen uns hier gerne darauf fest, dass <em>Homo Circularis<\/em> Technik als Hilfsmittel anerkennen und nutzen.<\/p>\n<p><u>Identit\u00e4t<\/u><\/p>\n<p>Unser t\u00e4gliches Handeln gab und gibt uns eine Identit\u00e4t. Wir sind, was wir tun. Einstudierte Verhaltensweisen, Tradition aus Religionen, die an Raum und Zeit gekn\u00fcpft waren, pr\u00e4gten uns \u00fcber Jahrhunderte. Schnelle Ver\u00e4nderungen unserer Umwelt und Verhaltensanpassungen durch Leben an anderen Orten, in anderen Kulturen ver\u00e4ndern dann auch unser Selbstbild. \u201eWer bin ich?\u201c diese Frage stellt sich f\u00fcr jeden Menschen in einer Ver\u00e4nderung. Jedes Mal, wenn wir uns weiterentwickeln auch gezwungen durch eine Ver\u00e4nderung unserer Umgebung, brauchen wir eine Neudefinition unseres Selbst. Dies kann jeder nur selbst f\u00fcr sich finden. Das k\u00f6nnen uns Psychologen best\u00e4tigen. Und es ist die \u201eIch-Erz\u00e4hlung\u201c, das individualisierte, eigene Narrativ, das uns ausmacht. Wie wichtig Narrative sind, wird in Zeiten von Social Media f\u00fcr Psychologen leichter beobachtbar und therapeutisch nutzbar. Und wir k\u00f6nnen diese Erkenntnis f\u00fcr die Selbsterz\u00e4hlung eines <em>Homo Circularis<\/em> auch nutzen, der sich auch selbst individuell erz\u00e4hlt, aber doch eine soziale kollektive Deutung f\u00fcr sich im Sinne des Mitgesch\u00f6pfes sieht.<\/p>\n<p>Es gibt weitere Paradigmen im Wandel, so auch Genderfragen, Familienbilder, Demokratieentwicklung. <em>Homo Circularis<\/em> begreifen sich nicht als vorherrschend, sondern in einer diversen Gesellschaft als Element sozialer Systeme, wie es Systemtheorie auch abbilden kann. Die Kommunikation unter den Elementen ist dabei elementares Bindeglied und dr\u00fcckt sich auch in der Theorie Hartmut Rosas zur Resonanzbed\u00fcrftigkeit des Menschen aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3689 size-full\" src=\"https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Tabelle-Paradigmen.jpg\" alt=\"\" width=\"845\" height=\"497\" srcset=\"https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Tabelle-Paradigmen.jpg 845w, https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Tabelle-Paradigmen-300x176.jpg 300w, https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Tabelle-Paradigmen-768x452.jpg 768w, https:\/\/thinking-circular.com\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Tabelle-Paradigmen-700x412.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 845px) 100vw, 845px\" \/><\/p>\n<p>Wir halten fest, was uns auch bei ver\u00e4ndernden Paradigmen aus der Erkenntnis fr\u00fcherer Menschenbilder weiterhilft:<\/p>\n<ul>\n<li>Menschen sind sozial und politisch &#8211; das lernen wir aus dem <em>Homo Politicus<\/em>.<\/li>\n<li>Menschen sind rational und nutzten dies zum (\u00f6konomischen) \u00dcberleben \u2013 das lernen wir aus dem <em>Homo Oeconomicus<\/em>.<\/li>\n<li>Mensch wollen auch die Natur respektieren, das Lernen wir aus dem <em>Homo Oecologicus.<\/em><\/li>\n<li>Menschen versuchen den Einklang aus sozialen, \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Zielen zu leben und sich moralisch zu verhalten \u2013 das lernen wir aus dem <em>Homo Sustinens.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Aber was fehlt?<\/strong><\/p>\n<p>Das Streben des Menschen nach Perfektion in dem jeweiligen Menschenbild wirft Fragen nach dem Guten Leben auf. Was passiert mit einer st\u00e4ndig im Hamsterrad steckenden Gesellschaft, die in Depression, Stress, Zynismus und Frustration landet und vor lauter \u00dcberlebensperfektion das Gl\u00fccklich sein vergisst? Kann sich der <em>Homo Circularis<\/em> mit Blick auf die Ergebnisse des menschlichen Strebens an o. g. Menschenbildern orientieren? Wir meinen nicht ganz. Und die Frage nach dem \u201eGuten Leben\u201c \u00fcber das was wirklich wichtig ist, ist bereits gestellt.<\/p>\n<p>Als reflektierende und systemdenkende Subjekte werden <em>Homo Circularis<\/em> sich die Frage nach dem, was wirklich wichtig ist, immer wieder selbst stellen. Insbesondere dann, wenn wir Menschen etwas verlieren. Der Klimawandel wird f\u00fcr Verluste sorgen: Menschen verlieren ihre Heimat, weil sie nicht mehr bewohnbar ist, sie verlieren Hab und Gut, sie verlieren auf der Flucht und Suche zum \u00dcberleben auch Menschen die sie lieben. Besitz bekommt dann eine neue Bedeutung. So macht sich der <em>Homo Circularis<\/em> immer mehr zum Stewart von allem, was ihm eine Lebensgrundlage bietet: von Dingen, von der Natur, von Menschen\u2026. Er wird es nutzen, aber auf den Besitz wird es ihm nicht mehr ankommen. Besitz rechtfertigt nicht per se \u00dcberleben geschweige denn ein gutes Leben. Das wird eine neue Erfahrung sein.<\/p>\n<p><em>Homo Circularis<\/em> m\u00fcssen sich schnell an neue Umgebungen anpassen, deshalb bleibt ihnen nur schnelles lebenslanges Lernen. Und wenn sie ihren Kindern das \u00dcberleben sichern wollen, dann m\u00fcssen sie ihr Wissen schnell weitergeben. Wenn wir schon bei Kindern sind. Was ist mit der Liebe und dem Gef\u00fchl? Die vorhergehenden Menschenbilder blenden das fast v\u00f6llig aus und dennoch ist es Teil unserer emotionalen Intelligenz. Wir lernen vor allem aus emotionalen Erfahrungen. Der <em>Homo Circularis<\/em> ist emotional intelligent.<\/p>\n<p>Wonach werden Homo Circularis suchen, wenn sie \u00fcberleben? Sie suchen Entwicklungschancen. Diese ergeben sich aus sozialen, \u00f6kologischen und \u00f6konomischen M\u00f6glichkeiten, Hilfs- und Nutzungsangeboten. Auf Opportunit\u00e4ten kommt es also an. Der Homo Circularis, wird nach ihnen suchen.<\/p>\n<p>Wir werden sehen, dass <em>Homo Circularis<\/em> auf ihrer Suche nach dem guten Leben, als Stewart auftreten und doch das tun werden, was <em>Homo Sapiens<\/em> schon immer taten: Lieben, lernen, lehren und zum \u00dcberleben schnell handeln. Sich also als resilient zu erweisen.<\/p>\n<p><strong>Cui bono?<\/strong><\/p>\n<p>Wem n\u00fctzt das Bild der <em>Homo Circularis<\/em>? In Abgrenzung zum <em>Homo Oeconomicus <\/em>n\u00fctzt es sicherlich der eignen Beruhigung zukunftsbesorgter Denker und alternativer \u00d6konomen. Denn unsere aktuelle menschliche Programmierung zur Nutzenoptimierung, hat uns \u00fcber das Ziel hinausgeschossen, sonst g\u00e4be es das Anthropoz\u00e4hn nicht.<\/p>\n<p>Wenn wir fragen \u201eWem n\u00fctzt der Klimawandel?\u201c, dann ist aktuell deutlich, uns Menschen n\u00fctzt er nicht, er bedroht uns existenziell. Aber vielleicht k\u00f6nnte die Erkenntnis \u00fcber den Klimawandel uns doch etwas n\u00fctzen?<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt anzuerkennen, dass das darwinsche Paradigma eine Ursache der Klimabedrohung ist. Denn die Idee <em>DES ST\u00c4RKEREN <\/em>immer gewinnenden <em>Homo Deu<\/em>s bot eine Legitimation f\u00fcr Geiz, Gier und Narzissmus, bei der Ausbeutung unseres Planeten. Es gibt <em>DEN ST\u00c4RKEREN<\/em> so nicht. Es gibt jedoch Systeme, die planetarisches Ausma\u00df haben. Weder kennen wir Menschen die Regeln des Planeten, noch k\u00f6nnen wir sie beherrschen, noch sollten wir uns anma\u00dfen, das zu versuchen, was der Homo Deus versucht. Der Mensch ist nur ein Element in diesen Systemen.<\/p>\n<p>Es ist also Zeit vom Paradigma Darwins endlich Abschied zu nehmen. Im Klimawandel werden diejenigen \u00fcberleben, die darin gut sind zu kooperieren, schnell zu lernen und sich als emotional und sozial resilient zu erweisen. Vielleicht werden es die <em>Homo Circularis<\/em> sein, die sich an das Neue anpassen und \u00fcberleben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber resiliente Erdlinge, Stewarts aller Dinge, die lieben, lernen und das gute Leben suchen Die Circular Economy bietet bereits einige Antworten auf die Frage, wie in der Zukunft Wirtschaft funktionieren kann. Sie ist aber an vielen Stellen auch noch nicht komplett durchdacht. So fehlt es noch an der Definition eines Menschenbildes, das ihr zugrunde liegt. Wie m\u00fcsste der Mensch sein oder handeln, wenn die Theorie der Circular Economy real wird? 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